Zum Inhalt springen

7 Meter unter der Elbsohle

Das Abwasserpumpwerk Magdeburg: Es ist ein unauffälliges kleines Häuschen in der Straße „Am Zweigkanal“ in Magdeburg und hat dennoch eine große Bedeutung.
Vor dem Abwasserpumpwerk empfängt uns Cornelia Kolberg von der SWM und erklärt, wie unsere Führung ablaufen wird. Frank Hauptmann und Darius Futterleib, zwei Mitarbeiter, führen uns durch das Werk und erklären alles genauestens. Wir gehen in den ersten Raum und sehen den Abwasserplan von Magdeburg. Die Aufgabe des Werkes ist es, das Abwasser der Magdeburger zum Klärwerk nach Gerwisch zu pumpen und danach mündet das gereinigte Wasser in die Elbe. Dieses Abwasserpumpwerk ist eins von zwei in Magdeburg. Aktuell gibt es 98 Pumpwerke. Das Abwasserpumpwerk bedeckt ein relativ kleines Gebiet.
Wir gehen nun in den zweiten Raum, auch Sammelraum genannt. Als wir den Raum betreten, bemerkt man sofort einen strengen Geruch. Wenn man nach unten guckt, sieht und hört man einen Kanal. Das Wasser plätschert gegen die Wände und man ist eingeschüchtert, da man das Gefühl hat, gleich von der Strömung mitgerissen zu werden. Im Kanal sammeln sich Reste an, wie z.B. Toilettenpapier oder andere Hygieneprodukte, die dort getrennt werden, mithilfe eines Rechens.
Der dritte Raum befindet sich ein paar Treppenstufen unter dem Schaltraum. Es ist sehr viel Technologie und sehr modern. Von hier aus steuert man das ganze Werk wie in einem Labor. Einmal pro Woche kommt jemand zur Kontrolle. Man sieht sehr viele Buchstaben, Zahlen und Kabel. Man hört viele laute Geräusche.
Der vierte Raum liegt noch weiter unten und man merkt sofort, dass es kälter und lauter wird. Dort stehen vier grüne Pumpen. Diese Pumpen können maximal 620 3Abwasser nach Gerwisch pumpen.
Zum Abschluss werden wir durch einen Tunnel geführt. Es ist gruselig, kalt und sehr windig. Der Tunnel ist 630 m lang. Wir sind 7 m unter der Elbsohle und 24 m in der Tiefe, wirklich sehr beängstigend, da man weiß, dass über einem die Elbe liegt und man Angst hat, dass der Tunnel einstürzen könnte. Nach einer gewissen Zeit fängt es auch an zu stinken. Wir sind ca. 155 m im Tunnel und auf einmal fällt uns ein Piepen auf, aber warum piept es im Sekundentakt? Das Piepen bedeutet, wie gut die Luft im Tunnel ist, aber was passiert bei einem Leck? Schaffen wir es schnell genug raus, bevor alles überschwemmt ist? Die Antwort ist, es kommt drauf an, wo man sich befindet im Tunnel und wie stark das Leck ist.
Am Ende der Tour erklärt uns Frank Hauptmann, dass feuchtes Toilettenpapier die Pumpen verstopft und wir es lieber in den Mülleimer schmeißen sollen. 

Das Abwasserpumpwerk hat eine große Bedeutung, da wir wissen, wie wichtig sauberes Wasser für uns ist. Die Führung durch das sehenswerte Pumpwerk war so spannend, da wir von motivierten und freundlichen Mitarbeitern begleitet wurden. 

 Von Lara Leupold 
Klasse 8d 
Europaschule-Gymnasium-Gommern