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Alkoholmissbrauch – Gefahr (vor der) Sucht

,,Eine alarmierende Zahl ist, dass in Deutschland circa 74.000 Menschen pro Jahr in Folge von Alkoholmissbrauch sterben” (08.07.2021; AOK Gesundheitsmagazin Körper & Psyche). Viele Menschen trinken Alkohol sehr gern. Das Trinken bereitet ihnen Genuss, sie fühlen sich wohl. Doch was macht der Alkohol mit uns?  Was passiert, wenn wir zu viel oder zu oft trinken?

Trinken wir alkoholhaltige Getränke in geringen Mengen, wirkt er entspannend, angstlösend und stimulierend. Kurzfristig verbessern sie die Stimmung, helfen Unsicherheit und Angst zu überwinden. Doch aufgepasst, je mehr Alkohol wir trinken, desto mehr nimmt die berauschende Wirkung ab. Er wirkt dann betäubend, positive Stimmungen schlagen schnell in negative um. Man fühlt sich traurig und schlecht.

Wie kommen wir nun zu einer Sucht?
Alles, was wir lernen, wird im Gedächtnis gespeichert. Neue Erlebnisse werden mit bisherigen Erfahrungen in Verbindung gebracht. Somit hat alles, was wir erleben, Einfluss auf unser Gehirn. Ein Beispiel: Wenn man beim Fußballgucken immer ein Bier trinkt, dann hat man irgendwann abgespeichert, dass Fußballgucken immer mit dem “Trinken von Bier” einher geht. Suchtmittel, wie Alkohol, manipulieren unser Lernen. Sie stellen alles, was mit Suchtkonsum in Verbindung steht, als positiv dar. Dabei entsteht die Sucht über längere Zeiträume, über Erfahrungen und Wiederholungen. Man entwickelt einen übermäßigen Drang zum Trinken.

Was passiert jetzt im Körper?
Alkohol ist ein Zellgift und wirkt auf alle Organe schädlich. So sterben z.B. im Gehirn Nervenzellen ab. Folgen können Gang- und Koordinationsstörungen, Wesensveränderungen wie Reizbarkeit, Eifersucht, Angstzustände, Depressionen, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen bis hin zur Demenz, Epileptische Anfälle sein. 20-30% der Alkoholiker haben Taubheitsgefühle, Schmerzen und Muskelschwäche auf Grund von Nervenschäden. Die Leber brauchen wir z.B. zur Entgiftung und für den Fettstoffwechsel. Übermäßiger Alkoholkonsum kann bis zum Funktionsverlust des Organs führen und damit zwangsläufig zum Tod. Und so lässt sich das für alle Organe weiter ausführen. Auch das Risiko an Krebs zu erkranken steigt enorm.

Was sagt uns das?
Oft sind die Folgen regelmäßigen oder übermäßigen Alkoholkonsums unterschätzt. Dabei gilt nicht jedes Glas ist riskant oder führt zur Alkoholsucht. ABER: In Deutschland sterben circa 74.000 Menschen pro Jahr an den Folgen von Alkoholmissbrauch.

 

Von Paul Anders und Jaden E. Westerhause

Klasse: 8.2

Burger Roland-Gymnasium

 

Quellen:

  1. https://www.nachhilfe-team.net
  2. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Alkoholmissbrauch
  3. https://dassuchtportal.de/alkoholmissbrauch-die-unterschätzten-folgen-des-alkoholabusus
  4. https://www.aok.de/magazin/koerper-psyche-sucht
  5. https://www.stiftung-gesundheitswesen.de/wissen/risikofaktor-alkohol