Artikel 13 – nur ein neues Gesetz?

Artikel 13, für die meisten Erwachsenen nichts Schlimmes, doch für viele Kinder und Jugendliche ist es ganz fatal. Warum erklärt Maximilian Sudhoff aus der Klasse 8b der „Europaschule“ Gymnasium Gommern.

Artikel 13 beeinflusst auch die Nutzung der Sozialen Netzwerke. Foto: Pixabay

Viele wissen allerdings gar nicht, worum es sich bei Artikel 13 der Urheberrechtsreform, der seit neuestem Artikel 17 heißt, eigentlich handelt. Kurz gesagt geht es dabei darum, dass für Urheberrechtsverstöße nun nicht mehr die Nutzer, sondern die genutzte Plattform aufkommen muss.

Des Weiteren sollen Plattformen wie YouTube, Twich, Twitter, Snapchat, Instagram etc. soviele Lizenzen wie möglich erwerben, um weitere Urheberrechtsverletzungen vorzubeugen. Die meisten Plattformen können sich dies allerdings nicht leisten und sind gezwungen, nicht professionelle Kanäle zu löschen, wodurch viele unterhaltsame, informative oder spannende Videos und Bilder verlorenen gehen würden. Das nimmt vielen Privatpersonen die Möglichkeit, sich im Internet frei einer breiteren Masse zu äußern.

Als die Menschen dies realisierten, schrieben tausende Leute E-Mails gegen die geplante Urheberrechtsreform an die EU-Abgeordneten, doch diese meinten, es seien Computerprogramme und keine Menschen, die all diese Nachrichten geschrieben hätten. Mehr als 150.000 Menschen demonstrierten in verschiedenen Teilen Deutschlands, doch die Abgeordneten behaupteten, die Menschen wären bezahlt, um zu demonstrieren. Mehr als 5.250.000 Menschen unterschrieben eine Petition gegen Artikel 17, doch wieder ignorierte die Abgeordneten die Meinung vieler Menschen.

Von Maximilian Sudhoff
Klasse: 8b
„Europaschule“ Gymnasium Gommern