Besuch des Abwasserpumpwerks Nord

Jeder tut es, aber kaum jemand macht sich darüber Gedanken. Wir alle stehen morgens auf und produzieren Abwasser. Doch was genau geschieht mit dem Abwasser? Dies und vieles mehr zeigten uns die Mitarbeiter Herr Förster und Herr Hauptmann bei einer Führung durch das Abwasserpumpwerk Nord auf eindrucksvolle Weise. Das mit vier Pumpen, zwei kleinen und zwei großen, ausgestattete Pumpwerk sorgt dafür, dass das Abwasser in die umliegenden Klärwerke gelangt, wo es dann gereinigt wird. Das Herzstück, der Schaltraum, liegt etwa mittig in der Anlage. Am – mit 21 Metern – tiefsten Punkt liegt der Rohrkeller, von dem aus zwei Rohre in die umliegenden Klärwerke führen. Im Fall von extremen Hochwassern, wie es im Jahr 2002 geschehen war, gibt es noch extra Pumpen, die die vier Hauptpumpen vor dem Wasser schützen. Vom Rohrkeller aus werden die Rohre 630 Meter von einem Tunnel begleitet. Durch den Tunnel zieht sich ein rotes Band, an dem man, wenn es zu einem Rohrbruch oder anderen Notfällen käme, ziehen kann, wodurch automatisch die Feuerwehr alarmiert würde. Außerdem sind für den Notfall alle paar Meter Wegweiser angebracht, die zeigen welcher der kürzeste Fluchtweg ist.

Ohne das „Abwasserpumpwerk Nord“ würden wir alle im Jauchemief ersticken. Der Besuch hat mich nachdenklich gemach, in welchem Umfang wir zu Abwasserverschmutzung beitragen. Es was interessant zu Erfahren, wie die fleißigen Mitarbeiter Tag für Tag dafür sorgen, dass die Maschinen ihre Arbeit erledigen können.

Von Bennet Drebenstedt, Klasse 8/2, Hegel-Gymnasium Magdeburg