Das Leben auf der Theaterbühne

Im Interview Peter Wittig 

Es ist spannend auf einer so großen Bühne vor einem so großen Publikum zu stehen.“ Peter Wittig ist ein erfahrener Schauspieler, denn er ist schon 44 Jahre in seinem Beruf tätig. Er ist aktuell an drei Arbeitsplätzen tätig: Im Opernhaus, Schauspielhaus und im Theater an der Angel.

Theater

Peter Wittig | Foto: SchmaZ-Reporter

„Die meiste Zeit bin ich im Theater an der Angel. Dort habe ich meine Freunde. Es ist wie ein zweites Zuhause für mich“, so Wittig. Dort ist er nicht nur als Sänger und Schauspieler auf der Bühne zu sehen, denn zusätzlich arbeitet er auch hinter der Bühne als Regisseur. Im Theater an der Angel lernte Peter Wittig seine Frau kennen, mit der er noch bis heute glücklich verheiratet ist. Sie arbeitet ebenfalls als Schauspielerin.

„Ich kann mich noch genau erinnern, meine erste Rolle war der siebte Zwerg bei Schneewittchen.“ Mit dem Schauspielern begann Wittig schon früh. Seinen ersten Auftritt hatte er mit sechs Jahren in dem Stück „Schneewittchen“. Seit diesem Tag wusste er, was sein großes Ziel sein wird: Professionell auf einer großen Bühne zu stehen. Somit begab er sich im jugendlichen Alter zum Laientheater. Um seinen Lebenstraum zu verwirklichen, zog er nach Leipzig, um dort seine vierjährige Ausbildung als Schauspieler abzulegen. Nach der Ausbildung zog es ihn jedoch wieder nach Magdeburg, wo er dann im Opernhaus seine ersten Rollen bekam.

„Schauspieler zu sein kann manchmal echt anstrengend sein, da kommt man eben mal nicht dazu sich auszuruhen.“ Jährlich hat ein Schauspieler ca. fünf Rollen, aber manchmal kommen auch noch spontane Rollen dazu, wenn man kurzer Hand für einen Kollegen einspringen muss. Seinen letzten großen Erfolg feiert er mit der Premiere von „Die Csárdásfürstin.“ Wittig gab zu, dass zu seinen Lieblingsstücken „LeMiserable“, welches auf dem Domplatz aufgeführt wurde, und „Oskar“, in dem er Louis de Funes spielte, gehören. Außerdem liebt er Kabaretts. Seine nächste große Rolle wird die Hexe aus „Der Zauberer von Oz“ sein. Die Proben für dieses Stück werden im Mai beginnen und sechs Wochen andauern. Jeden Tag werden sieben Stunden geprobt. Ihm persönlich fällt es eher schwer, den Text zu lernen. Doch es gibt auch Schauspieler, die nach einer Probe den Text schon perfekt beherrschen.

„Ich habe vor jedem Auftritt Lampenfieber.“ Mit Lampenfieber muss sich Peter Wittig auch noch nach 44 Jahren Bühnenerfahrung herumärgern. Doch wenn man dann erst mal auf der Bühne steht, gibt sich das wieder. Er gesteht uns, dass er sich auf der Bühne schon mehrmals blamierte, indem er ein Blackout hatte. Jedoch konnte er durch Improvisieren meistens noch die Kurve kriegen.

Man darf nicht einen Theater-Schauspieler mit einem Film-Schauspieler verwechseln, denn ein Theater-Schauspieler hat eine ganz andere Ausbildung bzw. überhaupt eine. Außerdem bekommt man im Theater keine Regieanweisungen, sondern man muss die Proben nutzen, um beim Auftritt perfekt zu sein. Szenen können nicht nochmal wiederholt werden, sollten sie schief laufen.

„Falls ihr wissen wollt, wie viel man als Schauspieler verdient … na ja … reich wird man davon nicht.“ Doch Peter Wittig macht diesen Beruf nicht des Geldes wegen, sondern weil es ihm Spaß macht und er die Schauspielerei liebt.

Von Rina Sagojeva, Carolin Zuske & Kim Irmer, Klasse 8/1, Albert-Einstein-Gymnasium, Magdeburg