Das Museum – Eine Einrichtung im Dienste der Gesellschaft für ihre Entwicklung und Bildung

„Ein Museum ist eine gemeinnützige, auf Dauer angelegte, der Öffentlichkeit zugängliche Einrichtung im Dienste der Gesellschaft und ihrer Entwicklung, die zum Zwecke des Studiums, der Bildung und des Erlebens materielle und immaterielle Zeugnisse von Menschen und ihrer Umwelt beschafft, bewahrt, erforscht, bekannt macht und ausstellt.“, steht es in den Statuten des Internationalen Museumsrates ICOM.

Das Museum Wolmirstedt wurde 1925 durch die Initiative des Lehrers Hans Dunker gegründet. Es befindet sich auf der Schlossdomäne in einer Scheune aus dem Jahre 1846. Sie ist ein lang gestreckter Bruchsteinbau mit Satteldach und segmentförmigen Einfahrten und Fenstern. „Im Museum kann man sehr viel über die Stadt und ihre besonderen Plätze, Gebäude, und ihre Geschichte erfahren. Außerdem kann man auch viel über die geologischen, geografischen und historischen Bedeutungen Wolmirstedts herausfinden“, erzählt die Museumsleiterin Anette Pilz. „Um das alles besser zu veranschaulichen, gibt es dort bestimmte Ausstellungen zu den Themen“, erklärt der Mitarbeiter Jörg Bonewitz, der für die Besucherbetreuung verantwortlich ist. Die Stadtgeschichtsausstellung zeigt die Zeit von der ersten Erwähnung Wolmirstedts im Jahr 1009 bis zur Industrialisierung. In dieser Ausstellung sind zahlreiche originale Objekte aus diesem Zeitraum zu betrachten. Frau Pilz sagt, es befänden sich weit über 300.000 verschiedene Objekte im Museum.

Ebenfalls sind im Museum die Sattlerei, die Stellmacherei und die Schmiede vorzufinden. Dort kann man sich spezielle Geräte und Werkzeuge, die dabei gebraucht worden sind, ansehen. In der Stellmacherei sieht man z.B. eine Bandsäge, eine Nabenbohrmaschine, eine Drechselbank, eine Hobelbank. Bauzeichnungen und Fotos, sowie eine große Anzahl von verschiedenen Werkzeugen.

Dauerausstellung im Museum Wolmirstedt | Foto: E. Radcenko

In der Dauerausstellung „Geografische und historische Bedeutung des Wolmirstedter Burgbergs“ geht es um die Geschichte der Schlossdomäne, den Ohreverlauf und die ersten Siedlungsspuren aus der Jungsteinzeit. Der Mittelpunkt der Ausstellung ist das Modell der Schlossdomäne.

In den weiteren Ausstellungen „Die Ohreniederung und der Restauwald – das Küchenhorn“ und „Geologie und Nutzung der Bodenschätze im Landkreis Börde von den Anfängen bis zur Gegenwart“ geht es, wie die Namen schon sagen, um die Bodenschätze und auch um die angesiedelten Pflanzen- und Tierarten. Diese Ausstellungen dienen dazu, um der Öffentlichkeit zu zeigen, wie einmalig das Gebiet um Wolmirstedt ist und dass man die Natur schätzen und schützen sollte.

Dauerausstellung im Museum Wolmirstedt | Foto: E. Radcenko

Ebenfalls werden jährlich ca. 2 bis 3 Sonderausstellungen zu unterschiedlichen Themen gezeigt. Eine von ihnen war zu dem Thema „Sport in Wolmirstedt“. Dort wurde über die Vereine und die Sportentwicklung im Kreise Wolmirstedt berichtet.

„Das Museum organisiert auch spezielle Führungen, wie die Fachführung im Museum, die Stadtführung durch Wolmirstedt und die Burg- und Kirchenführung in der Schlosskapelle und auf der Burganlage.“ berichtet die Museumsleiterin. Die Führungen dauern rund anderthalb Stunden. Die abendlichen Spaziergänge sind Rundgänge durch Wolmirstedt und Elbeu. Sie erfolgen zu bestimmten Terminen oder Absprachen, genau wie die Taschenlampenführungen. Taschenlampenführungen sind für die kleinen Besucher gedacht. Während der Führung erfahren sie spannende Geschichten über die Museumsobjekte. Solche Führungen finden in den Wintermonaten statt.

Einige der kommenden Veranstaltungen sind z.B. Der Internationale Museumstag am 21. Mai und die Ausstellungseröffnung „90 Jahre Museum Wolmirstedt“ am 14. November.

Von Elisaveta Radcenko, Klasse 8c, Kurfürst-Joachim-Friedrich-Gymnasium, Wolmirstedt