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Depressionen bei Jugendlichen, was können Eltern tun?

Aktuell erkranken etwa 3-10% aller Jugendlichen an einer Depression. Wie sie als Elternteil reagieren sollten.

Künstlerische Veranschaulichung einer Depression. Illustration: Sophia Probst

Es ist kein Geheimnis, dass immer mehr Jugendliche unter der Krankheit namens Depressionen leiden. „Depression ist eine ernste Erkrankung, Menschen, die an einer Depression erkrankt sind, können sich selten allein von ihrer gedrückten Stimmung, Antriebslosigkeit und ihren negativen Gedanken befreien.“, so die deutsche Depressionshilfe. Doch wie ist es bei Jugendlichen? Laut deutscher Depressionshilfe seien leichte depressive Verstimmungen bis hin zu schweren depressiven Störungen einige der häufigsten psychischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Wie schon erwähnt, erkranken aktuell etwa 3–10 % aller Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren an einer Depression. Durch die Coronapandemie seien laut Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) zusätzlich 477.000 Jugendliche im Alter von 16–19 Jahren von depressiven Symptomen betroffen. Oft werden Depressionen bei Jugendlichen nicht sofort erkannt, das hat verschiedene Gründe. Vorübergehende depressive Symptome sind Teil der Pubertät, weswegen normale und heranwachsende Entwicklung schwierig zu unterscheiden sind. Es können auch andere Verhaltensauffälligkeiten, wie z. B. gereiztes oder aufsässiges Verhalten im Vordergrund stehen, sodass Eltern, Lehrer und Ärzte die Depressionen übersehen. Letztendlich kann es auch passieren, dass Familien bzw. Jugendliche aus Angst vor Ausgrenzung erst spät Hilfe suchen. In Abhängigkeit vom Alter des Erkrankten gibt es auch Unterschiede bei den Symptomen. Laut der deutschen Depressionshilfe sind mögliche Symptome im Pubertäts- und Jugendalter vermindertes Selbstvertrauen, Selbstzweifel, Ängste, Lustlosigkeit, Konzentrationsmangel, Stimmungsanfälligkeiten, Leistungsstörungen und Suizidgedanken. Diese sind nur ein paar der vielen Symptome. Auslöser für Depressionen können dabei ganz Verschiedene sein. Die Stiftung „Gesundheitswissen“ schreibt: „Es können erbliche Veranlagungen, aber auch hormonelle Einflüsse oder psychische Faktoren, wie z. B. anhaltender Stress, Einsamkeit oder Überforderung sein. Auch belastende (traumatische) Erlebnisse wie häusliche Gewalt oder Missbrauch können eine Depression auslösen.“ Was also können Eltern jetzt tun? Depression ist eine Ernst zu nehmende Krankheit, die leider noch zu häufig belächelt wird. Meiner Meinung nach sollte diese noch zu oft verharmloste Krankheit offen angesprochen werden, sowohl von den Eltern als auch von der Schule.

Von Sophia Probst

Klasse: 8b

Gymnasium Stadtfeld Wernigerode

Quellenangabe:

Deutsche Depressionshilfe, Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung, Stiftung Gesundheitswissen