Deutsch lernen in einer großen „Familie“

Foto: Hegel-Gymnasium

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Jeden Dienstag lernt Juliana Gombe mit ausländischen Familien Deutsch. Oft sind es Kinder, die schon länger in Deutschland leben, aber noch etwas Hilfe bei Hausaufgaben brauchen. Deswegen kommen sie in die Stadtbibliothek und lernen dort mit den anderen Deutsch zu sprechen, Deutsch zu scheiben und Deutsch zu verstehen. Zu Beginn stellt sich jeder vor, sagt seinen Namen, sein Heimatland und sein Alter. Schon hier merkt man, dass alle sehr vertraut miteinander umgehen.

Doch es sind auch Eltern dabei, die kein Deutsch sprechen können und dann bei Juliana am Kurs teilnehmen, um einerseits natürlich Deutsch zu lernen und andererseits nebenbei Kontakte in dem fremden Land zu knüpfen. Manchmal sind diese auch noch Analphabeten und können nicht mal in ihrer Muttersprache lesen und schreiben. Um diesen „Anfängern“ zu helfen, hat Juliana Arbeitsblätter aus der 1. Klasse, in denen dann Eltern und Kinder Kringel nachmalen, damit sie es später einfacher haben, die Buchstaben zu schreiben.

Die Stimmung dort ist sehr locker und es werden auch Witze gemacht. Juliana lobt ihre „Schützlinge“ bei jedem kleinen Erfolg, damit sie Spaß am Lernen haben. Sie begleitet sie zu wichtigen Terminen, wie zum Beispiel zum Schulamt, um ihnen zu helfen, Anträge und wichtige Formulare auszufüllen.
Juliana hilft ihnen für ihr weiteres Leben in Deutschland.

Von Lena-Marie Kirchhoff & Lillien Neubauer, Klasse 8/2, Hegel-Gymnasium