Deutschland – unsere Handwerker sterben aus?!

Wie steht es um die deutschen Handwerksbetriebe? Laura Fechner aus der Klasse 8c der „Europaschule“ Gymnasium Gommern hat sich darüber informiert und einen Handwerker interviewt.

Das Handwerk findet immer weniger Interesse bei den jüngeren Genrationen. Foto: Pixabay

Man liest und hört es überall: Deutschland hat ein langfristiges Problem – den Fachkräftemangel.
Die Frage ist, ist es wirklich so schlimm oder ist es eine künstlich gehaltene Verknappung, um die Preise in die Höhe zu treiben?

Nach längerer Recherche im Handwerk kann man mitteilen: Eine künstliche Verknappung ist auszuschließen, da es jahrelang verpasst wurde, auf vernünftige und solide Ausbildung im Handwerk zu setzen.
Das einstige Ansehen eines Handwerkers wurde in den letzten Jahrzehnten durch unsere Gesellschaft zunichte gemacht und so auch das Interesse an einem Ausbildungsberuf im Handwerk.

In einem Interview berichtete ein Maurer, wie vielseitig der Beruf ist, wie der Beruf sich in den letzten Jahren gewandelt hat, sei es in Richtung energetisches Bauen als auch der komplexe Einsatz von Bauchemie sowie der Einzug der Digitalisierung im Baugewerbe.

Vor 15 Jahren sah man ihn noch als nachwachsenden Rohstoff an, heute empfange man ihn mit 1 Kg Spargel und einem Paket Kaffee wie zu DDR Zeiten (wobei er etwas schmunzelt). Die Anerkennung der Handwerksberufe nehme in den letzten Jahren wieder stetig zu. Da der Handwerksberuf immer weniger Interesse seitens der nachkommenden Generationen findet, sei es jetzt Aufgabe der Handwerkskammer, der Schulen und der Handwerksbetriebe, ein interessantes Berufsbild wieder herzustellen.
Auch in Sachen Karriere, die bis heute immer mehr zunimmt, ist das Handwerk gut aufgestellt, wie er berichtete. Sei es die klassische Meisterausbildung oder andere Qualifizierungsmaßnahmen, die das Handwerk bereithält.

Um dem Fachkräftemangel vorzubeugen, ist es die Aufgabe aller Benannten, den Handwerksberuf wieder ins rechte Licht zu rücken und für nachkommende Generationen wieder interessant zu gestalten.

 

Von Laura Fechner
Klasse: 8 c
„Europaschule“ Gymnasium Gommern

Quelle: Interview mit einem Handwerker