Deutschunterricht für Flüchtlingskinder

Deutschunterricht

Mariam (15) aus Syrien versucht erste Wörter auf Deutsch zu schreiben. | Foto: Hegel-Gymnasium

Im Literaturhaus Buckau lernen Flüchtlingskinder seit Neuem Deutsch.

Zweimal die Woche bringt Christine Kubon syrischen und rumänischen Mädchen, zusätzlich zu deren Unterricht in der Heinrich-Heine-Schule, Deutsch bei. Die Mädchen sind meist zwischen 11 und 15 Jahre alt und haben aus ihrem Heimatland fliehen müssen. Die Räumlichkeiten werden vom Literaturhaus Buckau zur Verfügung gestellt.

Christine Kubon ist ehemalige Deutsch- und Geschichtslehrerin, die viele Jahre am Hegel-Gymnasium arbeitete, und auch uns in Geschichte unterrichtete. Nun ist sie im Ruhestand und bringt in ihrer Freizeit den Mädchen Estera (11) und Sylvia (11) aus Rumänien und Mariam (15) und Madlin (12) aus Syrien die deutsche Sprache näher.

Das Ganze läuft über die AWO, die den Deutschunterricht für Ausländer unterstützt. Sie unterrichtet montags und donnerstags jeweils 90 min und führt die Kinder durch einfache Übungen, wie z. B. leichte Frage-Antwortspiele und Wörterpuzzle, an die deutsche Sprache heran. Die vier Schülerinnen hatten wahrscheinlich in ihrem Herkunftsland auch keine bzw. eine geringe Schulausbildung, was den Unterricht auch mühevoller macht.

Zudem sind die Deutschkenntnisse der Mädchen noch nicht so gut. Eine Brückensprache, z.B. Englisch, gibt es nicht, was den Unterricht um Einiges erschwert und verlangsamt. Gleichzeitig sorge dieses Problem aber häufig für Heiterkeit, weil sich beim Erklären fehlender Begriffe großes schauspielerisches Talent bei allen Beteiligten zeige, so Christine Kubon.

Trotz alledem sind die Mädchen aber lernbegierig und haben mit ihrer Lehrerin Freude am Unterricht. Unser Besuch war natürlich etwas Besonderes für sie.  Und wir waren froh, unsere alte Geschichtslehrerin wiederzusehen und die Vier kennen zu lernen.

Von Florentin Scherlies, Niklas Stelzig & Richard Opitz, Klasse 8/2, Hegel-Gymnasium Magdeburg