Dicke Luft über Arendsee

Das erste Frühlingswetter ist da, aber man kann die Sonnenstrahlen nicht genießen, weil in vielen Gärten Gartenabfälle verbrannt werden. Dabei diskutiert ganz Deutschland über Feinstaubwerte in Großstädten und Fahrverbote von Dieselfahrzeugen innerhalb der Stadtgebiete. Aber wer denkt an kleine Luftkurorte wie Arendsee?

Trotz einer örtlichen Deponie, werden Gartenabfälle selbst verbrannt und es entstehen wieder neue Luftschadstoffe wie Feinstaub, aber es werden auch naheliegende Eigenheimgebiete vom Qualm belästigt. Das reicht aber noch nicht, denn es gibt auch noch Sondergenehmigungen und Bestandsrechte bei Betrieben. Zudem dürfen sie auch noch viel mehr Brennstoffe benutzen als private Haushalte. Wenn man in der Nähe von Betrieben wohnt, kann es unter Umständen das ganze Jahr stinken! Im Normalfall darf jährlich nur im Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 31. März, von Montag bis Samstag und das nicht an Feiertagen, in der Zeit von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr verbrannt werden.

Vor allem bei Verbrennungsprozessen, meist im Straßenverkehr, Industrien und bei der Landwirtschaft, aber auch durch das Heizen mit Holzöfen, wird Feinstaub freigesetzt. So werden in deutschen Großstädten die Feinstaubgrenzwerte teilweise öfter überschritten als erlaubt, was eine große Gesundheitsgefährdung darstellt.  Aber es gab 2016 auch schon Fortschritte bei der Feinstaubbelastung, denn laut Bundesumweltamt die Werte waren so niedrig wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Feinstaub ist aber nicht der einzige Luftschadstoff, denn Stickstoffdioxid gehört mit zur Nr. 1 bei Schadstoffen in der Luft und der Stickstoffdioxidgrenzwert ist bei mehr als der Hälfte aller verkehrsnahen Messstellen überschritten worden.

Von Fabienne Cvrek, Klasse 8, Jeetzeschule Salzwedel