Die Grippe – eine oft unterschätzte Krankheit

Die Grippe ist hochgradig ansteckend und ist für ihren schnellen und heftigen Krankheitsbeginn bekannt. Doch viele verwechseln Erkältungen mit Grippe. Helena Schreitter aus der Klasse 8c des Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasiums Salzwedel hat sich mit der Thematik beschäftigt.

Bei einer Grippe sollte man sich umgehend behandeln lassen. Foto: Pixabay

Das Thema Grippe begegnet uns jedes Jahr. Wie schützt man sich am besten? Was macht man, wenn man an Grippe erkrankt ist? Dies fragen sich viele. Ich besuche heute einen lokalen Arzt, um diese Fragen, und noch einige weitere, zu klären.

Frau Dr. Katharina Kaboth ist eine HNO-Ärztin und die Grippe ist eines ihrer Hauptgebiete. „Wir hatten diese Grippe-Saison, zum Glück nur wenige Grippe-Fälle, da dieses Jahr überdurchschnittlich viele eine Grippe-Schutz-Impfung gewählt haben. Dieses Jahr ist sie auch besonders wirksam. Der Grippe Erreger mutiert jedes Jahr und deshalb muss man bei der Impfung immer spekulieren“, erzählt sie mir.

Ich informiere mich weiter und erfahre, dass Grippe-Viren sich so schnell verändern, da sie sich sehr schnell vermehren und sich nicht perfekt duplizieren. Man sollte dies jedoch nicht mit Resistenzen verwechseln, die bei Bakterien auftreten. „Wie kann man erkennen, dass man eine echte Grippe hat?“, frage ich Dr. Kaboth.

„Das Fieber setzt plötzlich ein, und ist sehr hoch, man hat Muskelschmerzen, man hustet trocken, hat eine laufende Nase und man hat Kopfschmerzen. Man fühlt sich generell sehr krank. Man sollte unbedingt zum Arzt gehen, da eine unbehandelte Grippe im schlimmsten Fall zum Tod führen kann.“
Die Grippe kann symptomatisch durch zum Beispiel fiebersenkende Mittel, Infusionen oder antivirale Medikamente behandelt werden. Auch Hausmittel können die Symptome lindern und das Wohlbefinden steigern. Omas Hühnersuppe bringt’s – denn sie enthält reichlich Zink, welches gut für das Immunsystem ist. Außerdem ist es eine schonende und auch leckere Kost. Auch Wadenwickel sind gut geeignet, wenn der Betroffene starkes Fieber hat – sollte der Person kalt sein, sollte auf dies jedoch in jedem Fall verzichtet werden.

Fest steht: keiner möchte an Grippe erkranken, doch was sind neben der Grippe-Schutzimpfung gute Möglichkeiten? Ich recherchiere etwas und stelle fest, dass das Händewaschen eines der wichtigsten Dinge ist. Aber auch eine vitaminreiche Ernährung und Saunabesuche verringern das Risiko einer Infektion – und das nicht nur bei Grippe, sondern auch bei vielen anderen Krankheiten. Vor allen Dingen sollten über 60-Jährige und Menschen mit Vorerkrankungen aufpassen, denn fast alle, die wegen der Grippe sterben, gehören zu diesen Gruppen.

Ich merke, dass mit Grippe nicht zu Spaßen ist und lasse mich impfen. Ich wähle die nasale Impfung – kein „Pieks“, denn der Impfstoff wird in die Nase gesprüht, so wie Nasenspray.
Ich habe eine Bekannte, die an Grippe erkrankt ist, doch ich möchte sie nicht befragen, da es ihr ziemlich schlecht geht und die Gefahr einer Ansteckung zu groß ist, jedoch werde ich mich mit Sandra treffen: Sie hat aufgrund einer Grippe ein massives „Herz-Problem“ bekommen.

Es ist 14.00 Uhr, ich klingele an Sandras Tür und werde sie zur Nachsorgebehandlung begleiten und natürlich das Beste für sie hoffen. Ich bin schon sehr gespannt, was sie mir erzählen wird, da mich das Gespräch mit
der Ärztin etwas verunsichert hat: Ich hätte vorher nie gedacht, dass die Grippe eine so gefährliche Krankheit ist. Sandra begrüßt mich, und wir setzten uns auf ihr Sofa und beginnen zu erzählen.
 Sie ist eine große, dunkelhaarige Frau, hatte nie Vorerkrankungen und ist erst Mitte Dreißig. Ich wusste bereits, dass sie jünger ist, hatte aber gedacht, dass sie bereits eine Vorerkrankung hatte. Diese Tatsache wundert mich, und ich höre ihr gespannt zu.

„Die Grippe hatte mich schwer erwischt, jedoch ging ich nach einer Woche wieder arbeiten, es war doch so viel zu tun! Ich liebe außerdem Sport, und so fing ich eine Woche nach meiner Erkrankung wieder damit an. Das waren falsche Entscheidungen“, beginnt sie. Des weiteren erzählt sie, dass sie nach 6 Wochen im Urlaub in Finnland Stiche in ihrem Herz bemerkt hat, ihr schwindlig wurde und ihr Herz gerast hat. Dies hat sie beunruhigt und sie ging schließlich zum Herz-Spezialisten. „Das war eine sehr gute Entscheidung“, sagt sie und bekräftigt damit ihre Aussage. In ihrem Herzen ist Wasser, so lautet die Diagnose. Fest steht: ihr Herz arbeitet nicht so, wie es arbeiten soll. „Ich musste 3 Wochen Bettruhe einhalten“, sagt sie zu mir.
Es ist nun schon halb 4 Uhr, Sandra muss zu ihrem Nachsorge-Termin. Die Tücke ihrer Krankheit ist, dass man sie oft zu spät bemerkt, und so eine Chronische Krankheit des Herzens bekommen kann: Dieses hat dann eine deutlich geringere Leistung und man ist an Tabletten gebunden.

Doch nicht nur eine Grippe kann dies auslösen: Selbst eine Erkältung (auch Grippaler Infekt genannt) kann der Auslöser dieser Krankheit sein. Sandra fährt im Auto des Teams mit und sie erzählt uns währenddessen von ihrer großen Leidenschaft: dem Laufen. Egal ob wandern, Joggen oder spazieren – Sandras Augen glühen, wenn es um diese Themen geht. Doch sie spricht auch gerne über ihre Erfahrung mit ihrer Grippe, um andere Leute aufzuklären.
Wir warten vor der Tür des Klinikums, während Sandra von einem Herzspezialisten, auch Kardiologe genannt, untersucht wird. Ein Ultraschall wird aufklären, ob sich der Zustand ihres Herzens verbessert oder verschlechtert hat. Als sie aus der Tür kommt, sehen wir sie strahlen, ihrem Herzen scheint es besser zu gehen, was das ganze Team freut. Jedoch möchte ich mich schnell von ihr verabschieden, damit der Artikel bereits übermorgen in der Zeitung stehen kann. Außerdem möchte ich noch ein paar, jedoch nicht zu viele, Informationen zu den Grippe-Epidemien suchen, und heraus finden, wie hoch die Chance ist, dass diese wieder erneut ausbricht.
Ich setze mich um 17.00 Uhr an meinen Computer im Büro des Zeitungsverlages und informiere mich. Was mir als erstes ins Auge sticht ist die Spanische Grippe. Sie war keine Epidemie sondern eine Pandemie. Eine Pandemie begrenzt sich nicht örtlich, sondern erstreckt sich über mehrere Länder und sogar Kontinente.

Auf Grund des ersten Weltkrieges wurden die besonders aggressiven Erreger der „Spanischen Grippe“ in die gesamte Welt verschleppt und forderte mindestens 20 Millionen Todesopfer, vielleicht sogar bis 50 Millionen Todesopfer. Ich bin schockiert. Es gab noch einige mehrere Pandemien, wie das „Asia-Virus“, die „Hongkong-Grippe“ und die „Russische Grippe“ die alle ein „nur“ 50tel der Todesopfer der „Spanischen Grippe“ auf dem Gewissen hatten. Wobei man bei einer Millionen Todesopfer nicht von einem „nur“ sprechen kann.
Es gibt auch noch heute Pandemien, etwa wie die Grippewelle 2009/2010, bei der mehrere hundert tausend Menschen ihr Leben verloren. Doch Pandemien werden seltener und fallen nicht mehr so katastrophal aus, da die Wissenschaft ständig forscht und die ganze Welt zusammen kooperiert und wichtige Daten zur Grippe in einer Datenbank sammelt.

Von Helena Schreitter
Klasse: 8c
Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium Salzwedel

Quellen: keine Quelle vorhanden, die ganze Story ist fiktiv.