Die möglichen Auswirkungen des Brexit auf Deutschlands Wirtschaft

Stella Krökel, Klasse 9a vom Gerhart-Hauptmann-Gymnasium in Wernigerode hat sich mit dem politischen Thema befasst.

Brexit: der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Foto: Pixabay

Der Brexit ist zurzeit ein großes Thema und jeder wird wohl begriffen haben, worum es beim Brexit geht: der Exit Großbritanniens aus der Europäischen Union, kurz EU. Sie traten der EU 1973 bei, obwohl es nur knapp bei der Wahl ausfiel. 67% stimmten für den Eintritt. Durch den späten Eintritt waren immer Spannungen in der Innenpolitik vorhanden, welche nie gelöst wurden. Großbritannien behielt auch die eigene Währung, den Pfund.

Der Grund des Brexit ist stark mit der Kultur verbunden. Briten haben einen gewissen Nationalstolz, also sehen sie sich eher als Part des „Commonwealth“ und nicht europäisch. Es gab bisher schon viele Abstimmungen und die Ministerin May hat schon einige Probleme mit ihrem Parlament gehabt, viele sind nicht mehr von dem Plan von May überzeugt. Denn ein Austritt, ein Brexit aus der EU, bringt viele Nachteile mit sich.

Es wird aber nicht nur Nachteile für Großbritannien geben, sondern auch für den Rest der EU. Zum Beispiel ist GB auf dem fünften Rang der Handelspartner von Deutschland. Auf Rang eins stehen die USA und China. Der Export von Audi, BMW und Mercedes an die Briten werden durch fehlende Zollverträge erschwert und da die Briten einer der besten Kunden der speziellen Automarken sind, werden die Erträge der Firmen deutlich gekürzt.

Eine Zollanmeldung muss nach dem Brexit durchgeführt werden. Was Unternehmen schwer treffen wird, welche nur innerhalb des Binnenmarktes verhandeln und daher mit zollspezifischen Verfahren nicht vertraut sind. Ebenfalls trifft es dann Unternehmen mit komplexen und internationalen Ein- und Auslieferungsverfahren. Jedes Mal wird eine neue Zollanmeldung nötig. Der Deutsche Industrie und Handelskammertag schätzt, dass es zu ca. 14,6 Millionen Zollanmeldungen pro Jahr geben wird, welche ca. 200 Millionen Euro kosten werden.

Die Gesamtsumme der Ursprungsnachweise wird ca. 300 Millionen Euro pro Jahr kosten. Der Handel von deutschen Unternehmen mit dem Vereinigten Königreich nimmt bereits ab und jedes 12. Unternehmen plant eine Verlagerung seiner Investitionen im Vereinigten Königreich auf andere Märkte. 750.000 Arbeitsplätze hängen von dem Handel mit dem Vereinigten Königreich ab, davon 2.500 deutsche Firmen mit rund 400.000 Arbeitern.

Die Vertretende Vorsitzende des Londoner Erstligavereins „West Ham United“ fürchtet um die Wettbewerbsfähigkeit des britischen Fußballs, da die meisten Spieler aus der EU kommen und nach einem Brexit ein Einreisevisum und eine Arbeitserlaubnis brauchen.

Auch Touristen werden ein Visum nach 90 Tagen in dem Vereinigten Königreich brauchen sowie eine Auslandskrankenkarte, da die Europäische Krankenkarte ihren Wert verlieren wird. Ärzte, Anwälte usw. aus der EU werden dann ein Arbeitsvisum beantragen müssen. Den deutschen Banken und weiteren Banken aus der EU fällt das Operieren im Ausland noch leicht, doch durch den Brexit wird dieses erschwert werden.

Noch ist der Brexit jedenfalls nicht geschehen, es könnte entweder alles zutreffen oder gar nichts.

Von Stella Krökel
Klasse: 9a
Gerhart-Hauptmann-Gymnasium Wernigerode

 

Quellen:

  • capital.de
  • bpd.de
  • evz.de
  • dihk.de
  • destatis.de
  • merkur.de