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Die Regie hinter dem Operettensommer

Die Regisseurin Katharina Kutil des Operettensommers ist wieder in Schönebeck und verspricht spannende Nachmittage auf dem Bierer Berg. Und die Schülerinnen der 8. Klasse am Dr.-Carl-Hermann-Gymnasium Schönebeck haben die Wienerin interviewt. Ein Artikel von Madita Sieburg aus der Klasse Klasse 8/2.

Katharina Kutil mit Schülerinnen der 8. Klasse – Foto: Leni Matthis

Jedes Jahr sind Tausende Zuschauer von den Aufführungen im Rahmen des Operettensommers in Schönebeck begeistert. Aber wer wirkt eigentlich hinter den Kulissen? Unter anderem Katharina Kutil. Die 49-jährige Regisseurin wirkt seit 2015 beim Operettensommer mit und hat es geschafft, ihre Berufung nicht nur zu ihrer Arbeit zu machen, sondern auch zu ihrem Leben.

Die Wienerin Katharina Kutil hat sich 2015 als Regisseurin des Operettensommers beworben. Vorher hatte sie schon viele Erfahrungen als Regieassistentin gesammelt. Mit viel Energie und ihrem eigenen Stil in der Regie ging Frau Kutil an ihre neue Aufgabe heran. Ihr erstes Stück „Im weißen Rößl“ ist eine ihrer Lieblingsoperetten. Dabei machen ihr nicht die Aufführungen am meisten Spaß, sondern die Proben. Bei denen liebt sie unter
anderem, mit den anderen Künstlern zusammen zu arbeiten und neue Ideen und Eindrücke für das Stück zu bekommen. Meist ist sie zwischen Mai und Juni in Schönebeck, aber auch mal zwischendurch, um sich mit dem Dirigenten abzusprechen oder auch um etwas privat zu unternehmen.

Dieses Jahr wird „Boccaccio“ von Farn von Suppé auf der Freilichtbühne des Heimattiergartens „Bierer Berg“ aufgeführt. Es handelt von der wahren Liebe, von Untreue und Rebellion. Boccaccio setzt sich für die Emanzipation der Frauen ein, während die Männer wollen, dass alles beim Alten bleibt. Für die damalige Zeit, in der das Stück geschrieben wurde, ist diese Operette sehr modern und sozialkritisch.Frau Kutil verspricht aber auch, dass es wirklich lustig wird. In diesem Jahr wird aber nicht nur „Boccaccio“ aufgeführt, sondern es gibt auch einen Wettbewerb für Kinder bis 16 Jahren, für den sie ihre Gedichte einreichen können. Die besten drei werden von einer Jury ausgewählt und wenn sich genügend junge Dichter finden, will man sogar ihre Gedichte in einem kleinen Buch veröffentlichen. Mit einem Schmunzeln denkt Katharina Kutil dabei an ihre Kindheit. Schon als sie ein Kind war, liebte sie das Theater und spielte in ihrer Schulzeit in einem Amateur-Theater mit. Sie entdeckte das Schreiben das erste Mal für sich, als sie 12 Jahre alt wurde. Als sie ein Thema irgendwann nicht mehr loslassen wollte, fing sie an ein eigenes Buch zu entwerfen. Heute erfindet sie ihre eigenen Krimis mit Köpfchen und Kurzgeschichten wie „Kurze Geschichten von kleinen und großen Gemetzeln“. Sie ist ihr eigener Chef und ist deshalb sehr diszipliniert und ehrgeizig bei der Arbeit. Außerdem schafft sie viel, weil sie sich an ihren Zeitplan hält. Ansonsten gärtnert sie gerne, erstellt Skulpturen oder beschäftigt sich mit ihrer Katze. Katharina Kutil freut sich auch dieses Jahr wieder nach Schönebeck zu kommen, das inzwischen wie ein zweites Zuhause für sie geworden ist.

 

Von Madita Sieburg
Klasse: 8/2
Dr.-Carl-Hermann-Gymnasium Schönebeck

Quellen:

  • Katharina Kutil im Interview mit Schülerinnen der 8. Klasse am Dr.-Carl-Hermann-Gymnasium Schönebeck,
  • Volksstimme 15.03.19 Seite 14