Drogenabhängigkeit

Verschwommener Blick, juckende Haut – alle Geräusche und visuelle Aspekte sind verstärkt. So fühlt sich ein Abhängiger im Rausch. Ein Bericht von Amely Becker, Klasse 9b, Gerhart-Hauptmann-Gymnasium Wernigerode.

Beim Rauchen von Zigaretten wird der Suchtstoff Nikotin freigesetzt. Foto: Pixabay / Free-Photos

Drogen sind Substanzen, die über das zentrale Nervensystem in die natürliche Abläufe des Körpers eingreifen. Sucht oder auch Abhängigkeit bezeichnet in der Medizin das unabweisbare Verlangen nach einem bestimmten Erlebniszustand. Häufig führen Drogen zu einem Erregungs- oder Rauschzustand, der die Stimmung hebt, die Leistungsfähigkeit verbessert und die Realität ausblendet. Mögliche Ursachen für den Weg in eine Drogenabhängigkeit können zum Beispiel Leistungsdruck, Überforderung oder persönliche Ausnahmezustände sein, die Trennung der Eltern, Verlust einer nahestehenden Person. Hin und wieder ist es aber auch einfach der falsche Umgang oder Gruppenzwang.

Durch diesen ersten Rausch und das Vergessen der eigentlichen Probleme wird durch die Drogen aber nur kurzfristig Abhilfe geschafft. Lässt dann aber die Wirkung der Drogen nach, welche eine akute Vergiftung des Körpers verursachen, so treten Unwohlsein und Niedergeschlagenheit auf. Wenn man Halluzinogene zu sich genommen hat, kommt es zu sinnestäuschenden Wirkungen, wie zum Beispiel eine veränderte Geräusch- und Farbwahrnehmung. Häufig sind diese Nebenwirkungen so stark , dass man ohne es zu merken auch zur Gefahr für sich oder sein Umfeld werden kann.

Das seelische oder auch körperliche Verlangen führt dazu, dass der Körper in den meisten Fällen sehr schnell in einen Abhängigkeitszustand gerät. Dies wiederum führt zu Geldnot, psychischem Stress, etc. Viele Jugendliche werden in Folge der Abhängigkeit kriminell und tun alles um an Drogen zu kommen, wie Diebstahl, Prostitution. Im deutschen Betäubungsmittelgesetz steht, dass jeder Umgang mit Betäubungsmitteln und Rauschgiften ohne behördliche Genehmigung strafbar ist.

Man unterteilt Rauschmittel wie folgt:

Illegale Drogen

  • „natürliche“ Drogen, natürlicher Herkunft, wie z.B. Kokain, Opium und Haschisch
  • halb-/ vollsynthetische Drogen, wie z.B. Heroin, Ecstasy und Crack

Legale Drogen

  • Alkohol, Nikotin und Medikamente

 

Häufige Nebenwirkungen sind Depressionen, Angstzustände, ein erhöhtes Krebsrisiko und Persönlichkeitsveränderungen. Bei schon vorhandener psychischer Erkrankung können Drogen dann Psychosen verstärken. Wenn man in solch einer Situation ist und ihr entfliehen will, kann man sich zum Beispiel bei Selbsthilfegruppen, in einer ambulanten/stationären Suchtkrankenhilfe oder in therapeutisch betreuten Wohngruppen Hilfe holen.

Von Amely Becker
Klasse: 9b
Gerhart-Hauptmann-Gymnasium Wernigerode

Quellen:

  • https://www.aerzteblatt.de/archiv/31512/Drogenabhaengigkeit-Eine-Erkrankung-wie-jede-andere
  • https://www.kidkit.de/informationen/zu-sucht/infos-zu-sucht/warum-wird-jemand-suechtig/
  • https://www.helles-koepfchen.de/artikel/2640.html
  • https://www.huffingtonpost.de/joerg-boeckem/drei-menschen-erzahlen-wie-drogen-ihr-leben-veraendert-haben_b_7098776.html
  • https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/biologie/artikel/illegale-drogen
  • http://dsd.zum.de/wiki/Arten_der_Drogen