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E-Fuels – eine Alternative zu fossilen Brennstoffen?

Verbrennungsmotoren und Umweltaktivisten können vielleicht doch noch zusammenfinden.

Kohle, Erdgase und Erdöl werden bald aufgebraucht sein und der CO₂ – Ausstoß war noch nie so hoch wie momentan. E-Autos und Hybride sind sehr gute Möglichkeiten, um dem entgegenzuwirken. Doch ist dies rentabel oder gibt es noch andere Alternativen, den Klimawandel bzw. Ressourcenverbrauch zu stoppen? „Der CO₂ – Ausstoß steigt auf 36,3 Gigatonnen im Jahr 2021, eine neue Rekordhöhe“ gibt die IEA (Internationale Energieagentur) im März 2022 bekannt. „Der CO₂ – Ausstoß ist um 2 Gigatonnen im Vergleich zum Vorjahr 2020 gestiegen.“

HEM Tankstelle in Drübeck
Bild: Franz Zschach

Die Auswirkungen sind auch schon im Harz spürbar: extremes Waldsterben, Trockenheit, Sommer mit bis zu 40 °C und Winter ohne Schnee. Doch was sind die Gründe dafür? Es gibt verschiedene Ursachen, wie z.B. Industrieabgase oder intensive Landwirtschaft. Aber ein Grund, der ausschlaggebend ist, ist der Verkehr bzw. das Verbrennen von fossilen Brennstoffen (Kohle, Erdgas oder Erdöl) im Auto bzw. Verbrennungsmotor. Eine Alternative, um dem Klimawandel entgegenzuwirken, ist beispielsweise das Fahren von E-Autos oder einer etwas neueren Methode – der Nutzung von E-Fuels in bereits etablierten Verbrennungsmotoren. E-Fuels werden, genau wie fossile Energieträger verbrannt und erzeugen CO₂. Doch der entscheidende Unterschied ist, dass E-Fuels das ausgestoßene CO₂ zur Herstellung wiederverwenden können. Aber wie genau funktioniert das? Als Erstes benötigt man regenerativen Strom, am besten überschüssigen Wind- oder Solarstrom, der vom Netz nicht aufgenommen werden kann. Per Elektrolyse (chemischer Prozess) wird Wasser in Sauerstoff (O₂) und Wasserstoff (H₂) gespalten – nun erhält man im ersten Arbeitsschritt Wasserstoff als Grundstoff. Als Nächstes wird Wasserstoff (H₂) mit Kohlendioxid (CO₂), der aus industriellen Prozessen oder aus der Umgebungsluft extrahiert werden kann, verbunden. Mögliche Endprodukte wären synthetischer Diesel, synthetisches Benzin oder synthetisches Gas. Durch die Wiederverwendung von CO₂ aus der Luft wird verhindert, dass sich zu viel CO₂ in der Luft anreichert. Ist dieser Vorgang oder dieser neue Stoff klimafreundlich?

Ja, solange der Strom, der für die Elektrolyse genutzt wird, mit erneuerbarem Strom vollzogen wird. Ansonsten ist der Vorgang immer noch besser als das Verbrennen herkömmlicher Energieträger und der unnötige CO₂ – Ausstoß in die Atmosphäre. Trotz der guten Aspekte werden sich E-Fuels nicht durchsetzen können, da E-Autos wesentlich effektiver sind. „Der Wirkungsgrad von E-Fuels liegt gerade mal bei 15 %.“, was laut Wolfgang Rudschies (ADAC) „ein katastrophaler Wert“ ist. Zum Vergleich: E-Autos haben einen Wert von bis zu 90 %.

 

Von Franz Zschach

Klasse: 8b

Gymnasium Stadtfeld Wernigerode

Quellenangabe:

Internationale Energieagentur, ADAC