Easy – ein Vierbeiner mit Insulinmangel

Foto: Lea Müller

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Gestatten, Easy. Hier handelt es sich um einen wuscheligen Vierbeiner, der mit Familie Andreas und Carmen Diercks in Möckern lebt. Der Hund gehört zur Rasse der Havanesen und ist sieben Jahre alt. Als Sonnenschein der Familie bestimmt sie den Tagesablauf mit und verträgt sich auch mit Kater Kimba gut.

Manchmal geht es Easy allerdings gesundheitlich nicht so gut. „Im November letzten Jahres verschlechterte sich ihr Zustand immens. Plötzlich fraß und trank der Hund unnormal viel“, erinnert sich Carmen. Trotzdem wurde sie immer dünner und ihr Zustand verschlechterte sich. Auf einmal zitterte sie und konnte nicht mehr laufen, da musste ein Tierarzt her. „Als die Diagnose Zuckerkrankheit feststand, waren wir doch sehr überrascht, denn wir kannten diese Probleme eher von Menschen“, berichtet Andreas. Zuckerkrankheit bedeutet mit Fachwort „Diabetes mellitus“. Die Tierärztin erklärte die Behandlungsmöglichkeiten und besprach mit den Besitzern die weitere Vorgehensweise.

Tabletten erwiesen sich bei Hunden leider als wirkungslos. „Deshalb muss Easy nun morgens und abends eine Spritze bekommen. Dabei ist es wichtig, dass regelmäßige Fütterungszeiten eingehalten werden und die Fütterung direkt nach dem Spritzen erfolgt“, erklärt Andreas. Der Wirkstoff heißt Insulin und ist in kleinen 5-ml-Ampullen erhältlich. Das Medikament soll vor der Verabreichung mit den Händen erwärmt werden. Dazu rollt Andreas die Ampulle vorsichtig zwischen den Händen und zieht erst danach die Spritze sorgfältig auf.

Foto: Lea Müller

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Mittlerweile haben sich Hund und Halter schon gut an diesen Prozess gewöhnt. Durch die regelmäßige Kontrolle der Tierärztin konnten die Werte verbessert werden.

„Ein Hund, der Diabetes hat, sollte auf keinen Fall übergewichtig sein“, erzählt Carmen. Die Familie achtet auf die richtige Ernährung des Hundes und Carmen trägt Werte wie Gewicht, Dosierung und Testergebnisse genau in die Behandlungstabelle ein. „Zwischendurch-Leckerlis“ gehören der Vergangenheit an, da das die Gesundheit des Tieres enorm gefährden könnte. Schlechte Werte äußerten sich in einem extremen Zuckerschock, wobei Easy nicht mehr laufen konnte und stark zitterte. „In diesem Moment mussten wir schnell handeln. Da haben wir ihr sofort Honig bzw. Traubenzucker gegeben“, erklärt Andreas.

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Wenn die Krankheit auch sehr selten heilbar ist, so hat die Therapie Easy gut geholfen. Die zu spritzende Insulinmenge konnte sogar schon wieder verringert werden. Easy ist im Übrigen nur eine Abkürzung für den edlen Zuchtnamen „Ishana Blue Temptation“. Der Name ist dadurch entstanden, dass die Familie einen einfachen Rufnamen brauchte und „Easy“ bedeutet auf Englisch „einfach“. Der Havanese genießt die ganze Aufmerksamkeit der Familie und ist ein lebensfroher und anhänglicher Hund. Sie kann trotz Zuckerkrankheit ein erfülltes Hundeleben genießen.

Von Lea Müller, Klasse 8/2, Bismarck-Gymnasium Genthin