Ein Besuch im Klärwerk

Am 4. April 2018 fuhr unsere Klasse 8 der Sekundarschule „LebenLernen“ mit dem Zug nach Gerwisch, um dort das Klärwerk zu besichtigen.

In einem Film wurden wir zunächst über die Geschichte und Entwicklung des Klärwerks informiert. Wo Menschen leben, entsteht Abwasser. Früher – so etwa im 18. Jahrhundert – wurde das schmutzige Abwasser noch über die Straßen in die Elbe geleitet. Die Menschen haben ihre Häuser einfach an Flüsse und Bäche gebaut und ihre Abfälle und ihr Abwasser hineingeleitet. Daher waren die Gewässer wie unsere Elbe auch stark verschmutzt. Als die Städte immer größer wurden, funktionierte das nicht mehr.

| Foto: Jannes Thürnagel

Um 1855 entschied sich die Stadt Magdeburg daher für die ersten unterirdischen Abwasserkanäle. Nach und nach entstanden dann die Klärwerke, die sogenannten „Abwasserbehandlungsanlagen“. Das Klärwerk in Gerwisch wurde 1956 in Betrieb genommen. Zu dieser Zeit waren die Anforderungen an ein Klärwerk noch nicht so hoch wie heute. Aus diesem Grund und wegen der im Laufe der Zeit entstandenen Schäden, wurde das Klärwerk nach 40 Jahren neu gebaut. 1997 begann der Bau mit einer geplanten Bauzeit von vier Jahren. Die Baustelle war von riesigen Dimensionen und es wurde sehr viel Beton benötigt. Bereits nach einem Jahr waren die Betonarbeiten erledigt und es konnte mit dem Innenausbau begonnen werden. Die Inbetriebnahme erfolgte dann am 17. September 1990 und damit anderthalb Jahre früher als geplant. Der Bau des Klärwerks kostete 77 Millionen Euro. Heute hat das Klärwerk 41 Angestellte, die rund um die Uhr vor Ort sind.

Im Anschluss an den Film, haben wir bei einem Rundgang alle Stationen im Klärwerk besichtigen können.

Mir hat der Ausflug sehr gefallen. Es war interessant zu sehen, wie aus den schmutzigen Wassermassen wieder klares Wasser wird.

Von Jannes Thürnagel, Klasse 8, Sekundarschule „LebenLernen“

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