Ein Ort und drei verschiedene Schularten

Ganztagsschule „Johannes Gutenberg“ Gemeinschaftsschule Wolmirstedt | Foto: M. Steps

Ein Ort und drei verschiedene Schularten | Zum Ende der Grundschule muss sich jeder entscheiden, auf welche weiterführende Schule er gehen möchte. In Wolmirstedt hat man eine große Auswahl. Wir haben uns drei sehr unterschiedliche Schulen näher angeschaut und sie miteinander verglichen: Das Kurfürst-Joachim-Friedrich-Gymnasium (KJF), die  Ganztags- und Gemeinschaftsschule „Johannes Gutenberg“ und die Gemeinschafts- und Sekundarschule „Gottfried Wilhelm Leibniz“.

Auf dem KJF lernen um die 940 Schüler, welche von etwa 77 Lehrern unterrichtet werden. Auf der Leibniz-Schule sind es 250 Schüler und  27 Lehrer und auf der Gutenberg-Schule unterrichten ca. 35 Lehrer um die 440 Schüler.
Obwohl auf allen Schulen in etwa dieselben Unterrichtsthemen, aber auf andere Art und Weise gelehrt werden, zeigen die Schulen teilweise große Unterschiede, angefangen bei Schulanfang und Schulende. Die Gutenbergschüler haben die längsten Unterrichtstage, weil sie, entsprechend des Schulkonzepts, auch am Nachmittag betreut werden. Das KJF und die Leibniz-Schule sind keine Ganztagsschulen, die Schüler sind mittags wieder zu Hause.
So unterschiedlich die Unterrichtszeiten sind, so unterschiedlich sind auch die Längen der Stunden.
Im Gymnasium redet man von Blöcken, die ganze 90 Minuten dauern, wie in einem möglicherweise anschließenden Studium auch. An der Leibniz-Schule dauern die Unterrichtstunden 45 Minuten und in der Gutenberg-Schule 60 Minuten.

„Gottfried Wilhelm Leibniz “ Gemeinschaftsschule Wolmirstedt | Foto: M. Steps

Die Schüler haben etwa 6 Stunden bzw. 3 Blöcke pro Tag Unterricht, wobei am Gymnasium in der Kursstufe die Schüler meist bis zu 4 Blöcke haben.
Zwischen den Stunden in der Gutenberg-Schule und der Leibniz-Schule liegen kleine 5-Minuten-Pausen. Am Gymnasium gibt es 10-Minuten-Pausen. Die großen Pausen sind auf allen Schulen 20-25 Minuten lang.
Das Besondere an der Gutenberg Schule ist, dass die Schüler in den Hauptfächern Aufgaben aufbekommen, welche sie im Selbstorientierten-Praxisorientierten-Lernen (SPL) bearbeiten müssen. SPL zählt als normales Unterrichtsfach und ist immer in der 3. Stunde (abgesehen von Donnerstag).
Auch gibt es besondere Fächer sowie verschiedene Arbeitsgemeinschaften (AG’s) an den Schulen, wie z.B. am KJF Informatik und etwa 20 AG’s, z.B. „Jugend debattiert“. An der Leibniz-Schule „Technik“ und „Hauswirtschaft“ und um die 7 AG’s, z.B. Kochen. An der Gutenberg-Schule SPL, berufsorientierende Werkstätten und natürlich gibt es auch viele Projekte und AG’s, wie z.B. eine Zirkus-AG. Natürlich kann man an jeder Schule verschiedene Schulabschlüsse machen. Auf dem Gymnasium strebt man das Abitur an, um oft danach ein Studium aufzunehmen. Auf der Leibniz- und der Gutenberg-Schule kann man den Hauptschulabschluss, den Realschulabschluss und den erweiterten Realschulabschluss erwerben und geplant ist in Zukunft auch das Abitur ablegen zu können.
Außerdem kann man ab der 7. Klasse in allen Schulen eine 2. Fremdsprache erlernen. Im Gymnasium zum Beispiel Französisch, Latein und Russisch, in der Leibniz-Schule Russisch und in der Gutenberg-Schule Französisch sowie Russisch.

Kurfürst-Joachim-Friedrich-Gymnasium Wolmirstedt | Foto: M. Steps

Im Mittelpunkt der Leibniz-Schule steht „..eine optimale Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf das Leben nach der Schule. Hierzu gehört besonders die Berufsorientierung.“ (Zitat Website). „Ich mag an meiner Schule, dass sie so viel für die Berufsorientierung tut und damit optimal auf eine Ausbildung vorbereitet“, meint Emily B., Schülerin der Leibniz-Schule.
„Ich mag an meiner Schule die meist lockere Atmosphäre, dass wir selbständig arbeiten dürfen, entscheiden können und die Gruppenarbeit“, sagt Nele D., Schülerin auf der Gutenberg-Schule. Das bestätigt auch der Titel „Starke Schule“, den die Gutenberg-Schule 2017 beim Schulwettbewerb bekommen hat. Die Jury überzeugte das Konzept des selbstorganisierten und praxisorientierten Lernens, das nachweislich zu einer optimalen Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler führt.
„Respekt und Toleranz gegenüber allen am Schulleben beteiligten Personen – auf diese Grundeinstellung legen wir am Kurfürst-Joachim-Friedrich Gymnasium großen Wert und vermitteln diese unseren Schülern jeden Tag. Auch in unseren Schulpartnerschaften mit Polen und Tschechien spiegeln sich diese Werte wider, denn die Schüler lernen, die kulturellen Unterschiede zu akzeptieren und zu respektieren sowie ihre eigene Kultur zu reflektieren“, dies betont Herr M. Bretschneider, Stellvertretender Schulleiter des Gymnasiums, in unserem Gespräch als besonders wichtig. Und Yasmin B. (Schülerin am KJF-Gymnasium) ergänzt: „Ich mag an unserer Schule, dass sie modern aussieht und den Blockunterricht.“
Auch hat jede Schule verschiedene Auszeichnungen bekommen, wie die Gutenberg-Schule den zweiten Platz beim Wettbewerb „Deutscher Schulpreis“ im Jahr 2011. Das Gymnasium engagiert sich schon seit 10 Jahren mit Projekten als „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ und erhielt Auszeichnungen wie den Gewinn der „Goldenen Feder“ des Landes Sachsen-Anhalt für die beste Schülerzeitung (2002, 2003, 2015) und den ersten Preis für die Schülerzeitung „Reality“ beim Bundeswettbewerb für Schülerzeitungen im Jahr 2004.
In allen drei Schulen wird zunehmend mehr auf die Bedürfnisse der Schüler eingegangen. Dies gestattet es jedem Einzelnen, die am ehesten für ihn geeignete Form des Lernens zu finden und ermöglicht damit einen perfekten Start ins Berufsleben.

Von Mia Steps & Jennifer Soeder, Klasse 8c, Kurfürst-Joachim-Friedrich-Gymnasium Wolmirstedt

Quellen:

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