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Ein Restaurant betreiben während der Corona-Pandemie

Leere Tische. Nur noch selten klingelt die Türglocke. Wo in der Küche früher Hochbetrieb herrschte, ist es zurzeit still. Zwar hat das Restaurant P. (Name geändert) nicht schließen müssen, jedoch muss es sich auf Außengastronomie und Abholservice beschränken.

Frau H. (Name geändert) ist die Geschäftsführerin des Restaurants im Harzkreis. Sie hat sich bereit erklärt mit mir zu sprechen, möchte allerdings, dass ihre und die Anonymität ihres Restaurants gewahrt wird.

Wir stehen zusammen an dem dunklen Holztresen, dabei werfe ich einen Blick auf den Innenraum des Restaurants: Die Tische sind in einem Halbkreis, erhöht stehend, angeordnet. Durch hölzerne, ca.1m hohe Wände sind sie voneinander getrennt. Auf jedem Tisch steht noch eine Kerze und an der beige-gelben Wand hängen zahlreiche Malereien. Durch zwei große Fenster an einer Seite des Restaurants dringt Licht herein. In dem Raum herrscht eine gemütliche Atmosphäre.

Ich frage Frau H., ob zurzeit überhaupt eine realistische Planung der Bestellungen und/ oder des Umsatzes möglich ist. Sie antwortet: „Eigentlich nicht, wir wissen natürlich oder können erahnen, was unsere Gäste häufig bestellen und wohin die Trends gehen. Wir haben außerdem die Karte verkleinert, auch, weil wir wissen, dass bestimmte Gerichte geliefert nicht mehr schmecken.“ Das Restaurant nicht zusätzlich an Foodsharing-Projekten teil, um Menschen zu helfen, aber auch um übriggebliebene Lebensmittel nicht wegwerfen zu müssen.

„Ist es überhaupt lukrativ, ausschließlich Außengastronomie zu betreiben?“ „Nicht wirklich. Unsere Haupteinnahmequelle sind die Getränke. Durch das Verbot der Alkoholausgabe, schlechtes Wetter, wenige Touristen und verminderte Plätze draußen, verkaufen wir auf diesem Weg nicht mehr so viel wie vorher.“ Frau H sagt auch, dass sie und die anderen Mitarbeiter des Restaurants den Stammkunden sehr dankbar sind, ohne sie hätten sie nicht so gut durchgehalten.

Abschließend gibt sie an, dass sie auf eine Besserung nach dem Sommer und durch den Impfstoff hofft. Wir wünschen ihr und allen anderen gastronomischen Einrichtungen, dass sich dieser Wunsch bald erfüllen wird.

 

 

Von Malika Schmidt
Klasse: 8a
Käthe-Kollwitz-Gymnasium Halberstadt