Ein seltener Gast in Sachsen-Anhalts Gärten

Am 26.03.2018, dem ersten Tag der diesjährigen Osterferien, entdeckte ich zusammen mit meiner Oma Gudrun H. ein in Sachsen-Anhalt noch seltenes Tier. Wir sahen in ihrem Garten in Rätzlingen, in einem abgestorbenen Baumstumpf, ein hummelartiges, blau-schwarzes Insekt mit bläulich schimmernden Flügeln. Meine Oma bestimmte das Tier: Eine Holzbiene.

Sie erzählte mir, dass sie dieses Wildinsekt im letzten Sommer  erstmalig in ihrem Garten beobachten konnte. Nebenstehende Aufnahme wurde im vergangenen Sommer von meiner Oma Gudrun

| Foto: Gudrun Hambruch

H. gemacht. Um mehr über dieses auffällige Insekt zu erfahren, suchte ich nach Informationen im Internet. Dort erfuhr ich, dass die Holzbienen ihren Namen bekamen, weil sie ihre Nistgänge mit ihren kräftigen Mundwerkzeugen ins Holz nagen.

Ich brachte in Erfahrung, dass Holzbienen eine Körperlänge von dreiundzwanzig bis achtundzwanzig Millimeter erreichen und ihr ursprünglicher Lebensraum die Subtropen und Tropen sind. Drei der acht in Europa heimischen Holzbienenarten sind mittlerweile auch in Mitteleuropa heimisch, las ich auf der Webseite des Naturschutzbundes Deutschland (NABU). Meine Recherche ergab, dass die Holzbiene in Deutschland seit etwa drei Jahrzehnten lediglich aus der Oberrheinebene bekannt war. Seitdem breitete sich die Bienenart, verstärkt seit 2003, in ganz Deutschland aus.

Ich nahm mir vor, mich weiter über die genaue Bestandssituation in Sachsen-Anhalt zu informieren und mit eigenen Fotos und einer Beobachtungsmeldung zum Nachweis der Holzbiene im Wildbienenkataster beizutragen.

 

Quellen:

https://www.nabu-leipzig.de/ratgeber/blaue-holzbiene

http://www.wildbienen-kataster.de/xylo_info.ph

 

Von Luis Staufenbiel, Klasse 4, Grundschule Flechtingen

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