Ein Tag im Krankenhaus

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| Foto: SchmaZ-Reporter

Wir beiden Mädchen vom Albert-Einstein-Gymnasium, gingen im Auftrag von SchmaZ, in das Klinikum Olvenstedt in Magdeburg. Dort hatten wir die Möglichkeit, den Mitarbeitern ein paar Fragen zu ihrem Beruf zu stellen. Begonnen haben wir in der Rettungswache. Anna Runge und Marco Niemann waren so freundlich, uns einige Informationen über ihre Arbeit zu geben. Wir konzentrierten uns bei unseren Fragen auf den Alltag der Sanitäter. So erfuhren wir, dass Sanitäter durchschnittlich zu 10-12 Unfallorten pro Tag fahren und für einen Rettungseinsatz ca. 70 Minuten einplanen. Häufig sind Fälle mit Kindern und Verwandten die unangenehmsten, da man dort so etwas wie einen Schutzinstinkt verspürt, teilten uns Anna Runge und Marco Niemann mit. Andere missliche Fälle sind Einsätze mit Körperflüssigkeiten oder unschönen Gerüchen. Dennoch müssen diese Fälle auch erfolgreich abgeschlossen werden. Da die Rettungskräfte darauf spezialisiert sind, Menschen in allen Notsituationen zu helfen, lösen sie auch ohne weiteres diese Einsätze. In der Rettungswache gibt es unter anderem einen 24-Stunden-, sowie einen 12-Stunden-Krankenwagen. Zudem ist auch noch ein Hubschrauber – übrigens der Einzige in Magdeburg – im Einsatz. Dessen Aufgaben sind anders als gedacht! Die meisten denken, dass er für schwere Notfälle gebraucht wird, aber die Hauptaufgabe des Helikopters, ist der Notarzttransport, so dass der Arzt an eine vielleicht schwer erreichbare Stelle so schnell wie möglich gelangt. Nachdem Thorsten Böhm uns einige Informationen über den Rettungshubschrauber gegeben hat, gingen wir zur Notaufnahme. Dort trafen wir auf den Leiter, Alexander Jahn.

Vermutlich kennen wir alle diese Situation, dass man schon stundenlang im Wartezimmer sitzt und hofft, endlich drangenommen zu werden und dann kommt auch noch die Person vor einem dran, die erst 10 Minuten im Wartezimmer sitzt. Aber Alexander Jahn erklärte uns den wahren Hintergrund. Was viele nicht wissen ist, dass es im Krankenhaus nicht nach Wartedauer, sondern nach Notwendigkeit geht. Außerdem teilte uns Herr Jahn mit, dass es viele Patienten in der Notaufnahme gibt, die zum größten Teil gar nicht in die Notaufnahme müssen, sondern eher zum Hausarzt. Gerade ältere Menschen und Eltern mit Kindern sind oft sehr vorsichtig. Viele Ärzte wünschen sich, dass diese Menschen im Falle einer Erkältung oder nur leichten Schmerzen besser zuerst den Hausarzt aufsuchen. Denn das Behandeln dieser Menschen behindert oft die Behandlung der richtigen Notfälle.

Von Antonia Reisdorf & Tabea Josephine Amme, Klasse 8/1, Albert-Einstein-Gymnasium Magdeburg