Fanfarengarde – Ein musikalisches Hobby

Fanfarengarde ist ein Hobby bei dem man nicht nur sein Rhythmusgefühl und seine Aufmerksamkeit schulen kann, sondern auch viele neue Freunde kennenlernt. Ein Artikel von Annabelle Tiedge.

Musik macht Spaß – Foto: Annabelle Tiedge

Die Fanfarengarde Salzwedel wurde am 01.05.1947 gegründet. Trainiert wird hier zweimal in der Woche. Die Treffen finden immer Dienstags von 17:00 bis 18:30 Uhr und Freitags von 17:30 bis 20:00 Uhr statt. Viel Übung erfordert neben dem Marschieren auch das Musikalische. Aber auch das Vergnügen darf nicht zu kurz kommen. In den Pausen wird oft Dart oder mit dem Ball gespielt. Ab und zu gibt es auch lustige Kissenschlachten.
Es gibt in Deutschland viele verschiedene Fanfarengarden. Eines haben alle Vereine gemeinsam: Sie bestehen aus vier sogenannten Registern. Es gibt die Marschtrommel auch Snare genannt, die Fanfaren, der Stabführer und mein Instrument, die Hochtrommel die auch Tom-Tom genannt wird. Die Aufgabe des Stabführers ist es die Geschwindigkeit, den Takt und den Titel anzugeben. Es gibt zwei unterschiedliche Arten von Titeln. Die Bläsertitel, die ich am liebsten mag, da bei diesen die Fanfaren und die Trommler mitspielen. Außerdem die Trommlertitel, die nur von den Marschtrommlern und Hochtrommlern gespielt werden und fürs Ausruhen der Fanfarenspieler gedacht sind. Es gibt insgesamt ca. 30 Titel wovon die meisten Bläsertitel sind, für die man die meisten Akteure braucht.
Die Fanfarengarde Salzwedel hat insgesamt 32 Mitglieder. Am stärksten sind die Fanfaren mit fünfzehn Bläsern vertreten. Die Hochtrommler sind mit sieben und die Marschtrommler mit sechs Spielern besetzt. Es gibt einen Stabführer, falls dieser krank ist wird er durch jemanden vertreten der eigentlich ein anderes Instrument spielt. Hierbei gibt es aber keinerlei Probleme. Die restlichen 5 Mitglieder sind passive Mitglieder. Diese unterstützen die Fanfarengarde unter anderem bei Auftritten, zum Beispiel bei der Organisation. Der Verein wird ca. 20 mal pro Jahr für Auftritte gebucht, sehr häufig für Laternenumzüge.
Ich habe Lea Sophie Schulze zu dem Thema Fanfarengarde interviewt. Sie ist seit einem Jahr und acht Monaten in dem Verein und wurde von Freunden animiert beizutreten. Für sie ist die Fanfarengarde wie eine zweite Familie geworden. Am meisten gefällt ihr die Teamfähigkeit. Jedoch hat die Fanfarengarde ihrer Meinung nach zu wenig Nachwuchs, da in den nächsten zwei Jahren viele Mitglieder ihren Schulabschluss machen und danach direkt in die Ausbildung gehen wollen und dadurch keine Zeit mehr haben werden oder wegziehen müssen.
Ich bin seit eineinhalb Jahre in der Fanfarengarde Salzwedel und finde es schön das unser Verein so stark zusammen hält und sich auch immer wieder neue spannende Sachen einfallen lässt, sodass es nie langweilig wird. Das Motto unseres Vereins lautet übrigens „nicht ohne mein Team“, welches ich sehr passend finde.

Von Annabelle Tiedge
Klasse: 8b
Jahn-Gymnasium Salzwedel

Quellen: Annabelle Tiedge, Lea Sophie Schulze