Gasexplosion in Wernigerode – wie 2003?

Bereits im Jahr 2003 sorgte eine Gasexplosion für einen Großeinsatz  – nun wiederholte sich das Ereignis. Lilly Metze aus der 9c des Gerhart -Hauptmann-Gymnasiums in Wernigerode hat sich informiert und schildert das Geschehene.

Mehrer Einsatzkräfte waren vor Ort. Foto: Pixabay

Am 2.3.2019 um 12.20 wird ein Austritt von Kohlenstoffmonoxid in der Burgstraße in Wernigerode vermutet. Es werden in einem Umkreis von 100 Meter 50 Leute evakuiert. Um 13:50 Uhr konnte von der Feuerwehr Entwarnung gegeben werden.

Nachdem die Brüder Dirk und Markus Möbius sowie ihre Mutter in ihrem Schreibwarenladen in Wernigerode drei Knallgeräusche hörten und danach eine Vibration des Bodens wahrnahmen, riefen sie den Notruf an. Nachdem sie den Gasgeruch bemerkt hatten, waren sie sich sicher, dass es sich um einen Gasaustritt oder eine Explosion handeln musste. Daraufhin wurde in der Burgstraße in Wernigerode um 12:20 Uhr eine Gasleck vermutet.

Die Rettungsleitung in Halberstadt ließ sofort das große Programm an Feuerwehrleuten auflaufen, da sie eine Gasexplosion vermuteten, wie sie 2003 schon mal in Wernigerode stattfand. Damals wurde zum Glück keiner verletzt, obwohl die Explosion einen zweistöckigen Häuserblock in die Luft gesprengt hat. Das Haus wurde damals von 4 Familien bewohnt, doch keiner war zu dieser Zeit zuhause, was sich hinterher als Glück für die Familien auszahlte. Die Ursache war 2003 ein Bauarbeiter, der nur ca. 5 Meter von dem Gebäude weg, eine Gasleitung angebohrt hatte. Er wurde auch nicht verletzt, obwohl er sehr nah bei dem Gebäude stand, was die Lage sehr gefährlich machte.

Doch dieses Mal war in der Umgebung keine Baustelle, also wussten die Feuerwehrleute nicht, was die Ursache sein konnte und mussten als erstes alle Theorien durchgehen, was etwas Zeit in Anspruch nahm. „Was könnte also diesmal die Ursache sein?“, fragten sich alle. Es waren aus mehreren Orten die Feuerwehren angerückt. Insgesamt sind aus den Städten und Dörfern Wernigerode, Minsleben und Reddeber Feuerwehrleute vor Ort gewesen. Es waren 32 Kameraden mit 10 Fahrzeugen angerückt. Sie hatten einen erhöhten Kohlenstoffmonoxit-Gehalt gemessen und evakuierten daraufhin alle Menschen im Radius von 100 Meter um das Schreibwarengeschäft. Es wurden insgesamt 50 Personen in Sicherheit gebracht, darunter auch das Burgcafé.

Die evakuierten Menschen hatten Angst davor, dass es so eine ähnliche Explosion wie 2003 geben könnte und sie alles verlieren würden. Die Feuerwehrleute suchten vor allem die Keller ab um wirklich auf Nummer sicher zu gehen, dass nirgendwo ein Gasleck vorhanden ist. Nachdem sie alle Keller abgesucht hatten und sich sicher waren, dass kein Gasleck in den Kellern der Gebäuden vorhanden war, konnte glücklicherweise um 13:50 Uhr Entwarnung gegeben werden. Die Leute konnten wieder in ihre Häuser und endlich ihren Familien Entwarnung geben, dass ihnen und ihrem Eigentum nicht passiert ist. Es geht allen Leuten gut und es ist keiner verletzt, doch weiß man immer noch nicht genau, was den hohen Kohlenstoffmonoxit Gehalt ausgelöst hat.

Von Lilly Metze
Klasse: 9c
Gerhart -Hauptmann-Gymnasium Wernigerode

 

Quellen:

  • https://www.volksstimme.de/lokal/wernigerode/grosseinsatz-gasalarm-50-menschen-evakuiert
  • https://www.firmenwissen.de/az/firmeneintrag/38855/3370041401/DIRK_MOEBIUS_UND_RALF_MOEBIUS_SCHREIBWAREN_GBR.html
  • https://www.mz-web.de/mitteldeutschland/gasexplosion-in-wernigerode-haben-arbeiter-mit-falschem-plan-gebohrt–9882262
  • https://www.volksstimme.de/lokal/wernigerode/grosseinsatz-gasalarm-50-menschen-evakuiert
  • https://www.volksstimme.de/lokal/wernigerode/grosseinsatz-gasalarm-50-menschen-evakuierthttps://web2.cylex.de/firma-home/moebius-3875492.html
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffmonoxid