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Gefahr: Plastik im Meer

Die zunehmende Verschmutzung der Meere entwickelte sich in den letzten Jahrzehnten zu einem ernsten Problem. Einen großen Anteil daran hatte Plastikmüll. Die Massenproduktion von Plastik begann 1950 und nahm seitdem dramatisch zu. Die Menschen reagierten darauf begeistert. Das Material war leicht, praktisch und abwaschbar. Es ließ sich in jeder beliebigen Form und Farbe herstellen. Besonders in den USA stieg die Plastikproduktion zusammen mit dem Wachstum von Öl und Gas. Aus Öl ließ sich gut Plastik herstellen. Aus diesem neuen Wirtschaftszweig entstand ein neues Produkt: Einwegverpackungen. 1972 schlugen Forscher Alarm. Sie hatten in Fischmägen klein geriebene Plastikteile, sogenanntes Mikroplastik – entdeckt. Es entsteht durch die Zersetzung von Plastikbehältern durch das Salzwasser und starke Sonneneinstrahlung. Meerestiere verwechseln Plastik häufig mit im Meer schwimmender Nahrung. Das Problem ist oft Folgendes: Fische, die im Bauch viel Plastik haben, fühlen sich satt. Da Plastik jedoch nicht verdaut werden kann und keine Nährstoffe enthält, verhungern diese Fische mit vollem Bauch. Im Jahre 1973 erfand der Chemiker Nathaniel Wyeth die erste PET-Plastikflasche. Nur 4 Jahre später wurde die erste Plastikflasche recycelt. In Deutschland wurde sie ca. 1987 zuerst von der Coca-Cola GmbH in Form einer 1,5-Liter-Einwegflasche eingeführt. 1990 folgte dann die laut Eigenwerbung „unkaputtbare“ 1,5-Liter-PET-Mehrwegflasche. Ab Ende er 80-er Jahre wurde die Flasche dann auch für Erfrischungsgetränke mit Kohlensäure verwendet. An erster Stelle mit der Massenproduktion von Plastik steht China. Jedes Jahr leitet es rund 4 Millionen Tonnen Plastik ins Meer. In Ozeane geleiteter Müll treibt zu großen Müllstrudeln zusammen, wenn Nord- und Südströme aufeinandertreffen. Beim Zerfall von Plastik werden außerdem gefährliche Inhaltsstoffe wie Bisphenol A oder Flammschutzmittel freigesetzt, die das Erbgut von Meereslebewesen nachhaltig verändern können. Deshalb versuchen Freiwillige und Umweltorganisationen schon seit längerer Zeit, Müll aus den Ozeanen zu fischen, indem sie mit riesigen Netzen den Müll aus dem Wasser holen. Der größte Müllstrudel befindet sich im Atlantik und wird „The Great Pacific Garbage Patch“ genannt. Er hat eine Fläche, die dreimal so groß ist wie Frankreich. Wenn man für die Zukunft den Erhalt von Meerestieren und Ozeanen bewahren möchte, muss sich die Verwendung von Plastik grundlegend ändern. Dazu gehören die Vermeidung überflüssigen Verpackungsmülls, die Verwendung umweltschonender Verpackungen und ein verbessertes Recycling. Dabei helfen recycle Tipps, die man z.B. im Internet findet.

Von Fabian Eydner

Klasse: 8b

Gerhart-Hauptmann-Gymnasium Wernigerode

Quellenangabe:

John Stanley Hunter: Erschreckende Studie: Innerhalb von 13 Jahren haben wir die Hälfte des weltweiten Plastiks produziert (www.businessinsider.de)
Müllstrudel im Meer – The Great Pacific Garbage Patch (www.plastikalternative.de)
Plastikmüll im Ozean stammt aus wenigen Flüssen; Süddeutsche Zeitung (www.sueddeutsche.de)
Plastikmüll und seine Folgen (www.nabu.de)