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Jeden Tag nehmen wir unbewusst Schadstoffe auf. Die Folgen sind enorm, so können Hormongifte beispielsweise zu Erkrankungen wie Krebs, Unfruchtbarkeit, Übergewicht und Stoffwechselerkrankungen, wie Diabetes, führen. Ein Artikel von Liv Zagrodnik, Klasse 8a des Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums Wernigerode.

Hormongifte sind synthetisch hergestellte Chemikalien, die wir über die Haut und die Nahrung zu uns nehmen. Sie reichern sich im Körper an und verändern das Gewebe. Besonders häufig treten Bisphenol A und Weichmacher auf. Ersteres ist zum Beispiel in der Innenbeschichtung von Konserven- und Getränkedosen zu finden, außerdem in Kassenzetteln aus Thermopapier. Aufgrund dessen gehören diese auch in den Restmüll, nicht ins Altpapier, da sonst Recyclingprodukte mit Bisphenol A entstehen. Weichmacher befinden sich unter anderem in Fußbodenbelägen aus Weich PVC und Regenkleidung, wie Gummistiefeln, Matschhosen und Regenjacken. Aufpassen sollte man ebenfalls bei Pfannen mit Antihaftbeschichtung, denn bei Temperaturen über 360 Grad bilden sich giftige Dämpfe aus den eingesetzten fluorierten Verbindungen. Auch Teppiche können schädlich sein. Sie werden oft mit Permethrin, einem Nervengifte, gegen Insekten behandelt. Bei Kontakt kann jenes für den Menschen zu Juckreiz, Haarausfall und Allergien führen.
Bereits am weitesten verbreitet ist die Tatsache, dass Kosmetik und Körperpflegemittel häufig hormonell wirksame Chemikalien enthalten. Daher können diese zu verminderter Spermienqualität, Brust- und Hodenkrebs und einer vorzeitigen Pubertät bei Mädchen führen.
Generell lässt sich nie davon abraten, genauer auf die Inhaltsstoffe eines Produktes zu achten und sich gegebenenfalls über sie zu informieren. Ihr Körper und ihre Gesundheit werden es ihnen danken.

Von Liv Zagrodnik
Klasse: 8a
Gerhart-Hauptmann-Gymnasium Wernigerode

 

Quelle: www.bund.net