Giovanni: „Alle Kinder sollen glücklich und in Frieden leben können“

Angelina Borowski mit Dolmetscher Dgwar Galal. | Foto: Diesterweg-Grundschule Derenburg

Angelina Borowski mit Dolmetscher Dgwar Galal. | Foto: Diesterweg-Grundschule Derenburg

Derenburg (jmü) • Am Projekt „Schüler machen Zeitung – SchmaZ junior“ hat sich in diesem Jahr auch wieder die vierte Klasse der Diesterweg-Grundschule in Derenburg beteiligt. Vier Wochen lang lasen die Grundschüler die Volksstimme, werteten die Beiträge aus und suchten nach Themen, um selbst Artikel zu verfassen. Angelina Borowski hatte die Idee, ein Interview mit einem Dolmetscher der Zentralen Anlaufstelle (Zast) für Asylbewerber in Halberstadt zu führen. Hier ist ihr Bericht.

Die meisten Flüchtlinge, die in der Zast in Halberstadt ankommen, sprechen noch kein oder sehr wenig Deutsch. Dann ist es sehr hilfreich, wenn ein Dolmetscher vor Ort ist. In der Aufnahmestelle ist das Dgwar Galal, der von allen nur Giovanni genannt wird. Ich habe ihm ein paar Fragen gestellt.

Angelina: Aus welchem Land kommen Sie?
Giovanni: Ich komme aus dem Nordirak, aus Kurdistan.

Angelina: Seit wann sind Sie in Deutschland?
Giovanni: Ich bin seit 1999 in Deutschland. Als Kind bin ich mit meinen Eltern vor dem Krieg geflüchtet. Ich war erst in der Türkei und bin dann nach Deutschland gekommen.

Angelina: Wie viele Sprachen sprechen sie?
Giovanni: Ich spreche sechs Sprachen: Kurdisch, Arabisch, Persisch, Türkisch, Englisch und Deutsch.

Angelina: Haben Sie Freunde in Deutschland gefunden?
Ja, ich habe viele Freunde hier, aber ich habe auch noch Freunde, die in meiner Heimat sind.

Angelina: Vermissen Sie ihre Heimat?
Giovanni: Ja, aber ich bin hier mit meiner deutschen Frau und meinen zwei Kindern, meiner Tochter Samira, 14 Jahre, und meinem Sohn Laurin, 7 Jahre, sehr glücklich.

Angelina: Was machen Sie in ihrer Freizeit?
Giovanni: Ich singe gern und gehe mit meinen Kindern schwimmen oder mit meiner Tochter shoppen.

Angelina: Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Giovanni: Dass ich, meine Kinder und meine Familie gesund bleiben. Dass der Krieg, egal wo auf der Welt, endlich aufhört. Alle Kinder sollen glücklich und in Frieden leben können. Dass die Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, die hier geltenden Gesetze und das Grundgesetz respektieren.

Danke Giovanni für das interessante Gespräch.

Von Angelina Borowski, Diesterweg-Grundschule Derenburg