Glitzernder Schnee im Sommer

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| Fotos: Lea Weber

Glitzernder Berg mitten im Gewerbegebiet Reddeber. Was ist das? Was macht man damit? Aus was besteht er?  Für was wird er genutzt?

Im Gewerbegebiet  Reddeber, Brockenblick 28, befindet sich ein riesiges Grundstück, welches nahezu vollständig aus Millionen kleiner Glasscherben besteht. Hier ist die Recycling technischer Gläser GmbH (RtG) ansässig. Seit geraumer Zeit wird von mehreren Bewohnern der Gemeinde Reddeber beobachtet, dass sich die Berge der Recyclinganlage türmen. In dem vergangenen Monat wurde das Grundstück, welches dahinter liegt, vollständig von Pflanzen und Erdhügeln befreit. Nun besteht eine  umfangreiche Einsicht auf das Firmengelände der RtG GmbH. Die Recyclinganlage  schreddert Altglas zu, wie wir meinen, gesundheitsschädigenden Glasscherben.

Zudem werden nicht nur Altglas, sondern auch andere Produkte, wie Bildröhren zerschreddert. In den Beschichtungen der Bildröhre sind giftige Schwermetalle, wie Blei, Cadmium und Barium zu finden. Weiter abseits auf dem Gelände der RtG stehen riesige Säcke in denen weiteres Glas gelagert wird. Unter anderem liegen dort auch Säcke aus dem Jahre 2010 sowie kaputtgerissene und leere Tüten, die auf dem ganzen Grundstück verteilt sind. Ein weiteres Problem stellen die Glassplitter auf den Fußwegen und Straßen dar, diese können zum Platzen der Fahrrad- bzw. Autoreifen führen. Wenn man weiter an das Grundstück herangeht, kann man genau sehen, dass die riesigen Berge schon von Holzplatten und kleineren Erdhügeln gestützt werden müssen. Überall setzt sich der kleine glitzernde Staub ab, welcher nicht nur unschön aussieht, sondern auch zum Thema der Gesundheitsgefahr und Umweltbelastung beiträgt. Zwischen den riesigen Altglas- und Restmüllhaufen sind wenige Arbeiter mit Mundschutz und Ganzkörperanzügen zu sehen, die die großen und kleinen Fahrzeuge leiten. Das ist nicht alles, anscheinend arbeiten die Angestellten Tag und Nacht durch und verbreiten sogar bis spät in die Nacht höllischen Lärm, der sich bis über den ganzen Tag hinweg zieht.

Von Lea Weber & Lilly Ramme, Klasse 8c, Gymnasium Stadtfeld, Wernigerode