Griechen und Ägypter in Amerika – Neues von Rick Riordan

Rick Riordan’s neuestes Buch ,,Percy Jackson – Auf Monsterjagd mit den Geschwistern Kane“, welches im Januar dieses Jahres im Carlsen-Verlag erschien, beinhaltet drei packende Geschichten um Percy Jackson, Annabeth Chase und Carter und Sadie Kane. Die Geschichten spielen in unserer Zeit, in New York und Umgebung und die Protagonisten sind Teenager, deren Vorfahren Götter oder Göttinnen sind. In der ersten Story ,,Der Sohn des Sobek“ treffen der ägyptische Magier Carter und der griechische Halbgott Percy (welche beide aber in Amerika geboren wurden und leben) aufeinander, woraufhin sie sich durch einige Missverständnisse auch versuchen einander umzubringen. Allerdings schließen sie Frieden, da sie einen gemeinsamen Feind haben, was sie fast zu spät erkennen – ein Krokodil mit einer magischen Halskette. Während des Kampfes demolieren die drei eine Wohnsiedlung. Nach der gewonnenen Schlacht diskutieren die beiden Jugendlichen darüber, woher und wieso das Krokodil die Kette gehabt hat und kommen zu dem Schluss, dass jemand beide aufeinander treffen lassen wollte. Mit einem dreiköpfigen Monster, welches aus einem Löwen, einem Wolf und einem schwarzen Golden Retriever besteht und einem griechisch-ägyptischen Gott, Serapis, dürfen sich die weiblichen Protagonisten in ,,Der Zauberstab des Serapis“ anlegen. Nur mit Sadie’s Magie und Annabeth’s Weisheit und List können die beiden ihre Feinde – das dreiköpfige Monster, welches Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft darstellt und Serapis – besiegen. Ihnen wird klar, dass beide Vorfälle – das Krokodil-Monster und die Gottheit mitsamt dreiköpfigem Monster – zusammenhängen und der Feind ein machtgieriger Zauberer und Gott in spe dahintersteckt. In der letzten Erzählung ,,Die Krone des Ptolemäus“ müssen die Helden noch einmal alles geben, um Setne, den bösen Magier besiegen zu können. Am Anfang scheint er ein unbesiegbarer Gegner zu sein, da er ägyptische und griechische Zauber anwendet. Die Mädchen begreifen jedoch schnell, dass es nur einen Weg gibt diesen übermächtigen Feind bezwingen zu können: Sie müssen zusammenarbeiten und einander vertrauen. Nachdem auch dieser Feind – mehr oder minder – unschädlich gemacht worden war, indem er sein neues Zuhause in einer Schneekugel gefunden hatte, blieben seine gefährlichen und mächtigen Artefakte zurück. Die vier Helden überlegen, wo man diese Dinge am besten aufbewahrt und kommen zu dem Entschluss, dass egal wo, es immer Magier geben wird, die diese Artefakte haben wollen. Das Buch bedient sich der Jugendsprache sehr häufig, ist aber auch für ältere Menschen gut verständlich. Auch verschiedene Wörter (wie zum Beispiel Götternamen oder Kampfgegenstände) werden erklärt oder manche Situationen von früheren Kämpfen finden ihren Platz kurz gefasst in diesem Buch. Man muss nicht zwingend die ,,Percy Jackson“-Reihe oder ,,Die Kane – Chroniken“ gelesen haben, um die Handlung zu verstehen, die Akteure charakterlich gut einschätzen und in diese phantasievolle Welt eintauchen zu können. Es empfiehlt sich jedoch, damit man einige Zusammenhänge besser verstehen kann. Auf der ersten Seite ist es leicht verwirrend aber mit der Zeit werden die Geschichten spannender und verständlicher. Das Buch zeigt, dass Freundschaften aus Feinden und Fremden entstehen können, und es neben Gefahren auch Spaß, Freundschaft und Vertrauen gibt. Das Buch ,,Percy Jackson – Auf Monsterjagd mit den Geschwistern Kane“ ist ein ,,Must-have“ für alle Rick Riordan Fans und dessen Werke aber auch für historisch Interessierte ist es eine Bereicherung für das heimische Bücherregal.

Quelle: Privat

| Foto: privat

Von Manja Matthies, Klasse 8b, Gymnasium Stadtfeld, Wernigerode