Gutes Allgemeinwissen gefragt

„Ich finde den Beruf gut, da man viel Kontakt mit Menschen hat“, meint Regionalreporter Burkhard Steffen in einem Interview.

Der 66-jährige Volkstimme-Reporter arbeitet seit 23 Jahren für die Zeitung. Spaß an dem Beruf habe er noch wie vor 23 Jahren, meint der Reporter: „Es ist allerdings hart in einer 50-Stunden-Woche zu arbeiten und dies an sieben Tagen in der Woche. „Zudem sagt der Journalist: „Es erfordert sehr viel Disziplin, in der Selbstständigkeit zu arbeiten, da man sich nicht ablenken lassen sollte.“

Auch bekommt man in der Selbstständigkeit keine Ausrüstung vom Auftraggeber gestellt, sondern muss sie sich selber kaufen. Zur Ausrüstung gehören zum Beispiel ein Computer mit Internetanschluss, eine sehr gute Kamera und selbstverständlich ein Telefon oder Handy.

Die Verständigung der Reporter untereinander ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, damit die Zeitung tagtäglich für den Leser hergestellt werden kann. Die Journalisten verständigen sich untereinander über die Themen und die Seitenaufteilung.

Der Alltag eines Reporters sieht meist so aus: Vormittags und abends stehen Termine an und nachmittags werden die Artikel für den nächsten Tag geschrieben. „Dies ist allerdings nur der Normalfall“, so Burkhard Steffen, „oft kommt es auch vor, dass man kurzfristig zu Ereignissen fahren und darüber berichten muss.“

Das Besondere an dem Beruf seien die vielen Kontakte zu Menschen und die Themenvielfalt. Die Voraussetzungen, um ein guter Reporter zu sein, sind vor allem ein umfangreiches  Allgemeinwissen, gute Deutschkenntnisse und ein offener Umgang mit den Menschen. „Je länger man den Beruf ausübt, umso mehr Erfahrung sammelt man. Positiv ist auch, dass jeder Reporter einen kleinen Teil des Landkreises übernimmt und damit gut in der Region vernetzt ist.“

Ungefähr die Hälfte der Journalisten ist selbstständig tätig. Sie haben einen Beruf gewählt,  der wegen des großen Zeitaufwandes aber wenig familienfreundlich ist.

Nach unserem persönlichen Empfinden ist der Reporter ein offener und relativ gelassener Mensch, was auf seine langjährige Erfahrung zurückzuführen ist. Also genau das, was man für den Beruf braucht.

Von Matthes Steffen & Julius Hunold, Klasse 8c, Kurfürst-Joachim-Friedrich-Gymnasium, Wolmirstedt