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Wie aus ursprünglich genutzten Arbeitspferden weltweit beliebte und vielseitig einsetzbare Freizeitpferde wurden. Haflinger, die fuchsfarbenen Pferde mit blondem Langhaar, sind heute mit ca. 250.000 Tieren auf der ganzen Welt vertreten und bekannt. Ein Artikel von Letitia Veckenstedt.

Ihre Ursprünge haben sie aber in Südtirol. Dort lebten schon vor Jahrhunderten die Ahnen der heutigen Haflinger unter harten Bedingungen in den Hochgebirgen Tirols.

Im Jahr 1874 wurde der Hengst „Folie“ von einer Tiroler Landstute und einem Halbbluthengst geboren . Dieser galt später als der Stammvater der Haflingerpferde. Noch die im Jahr 1930 aufgestellten Haflingerhengste stammten von diesem ab. Der Begriff „Haflinger“ tauchte offiziell erst 1904 auf und ist abgeleitet von einem Südtiroler Dorf namens Hafling. Durch ihre gutmütige Art und ihre hervorragende Trittsicherheit wurden sie als Arbeitspferde in der Landwirtschaft eingesetzt. Aber auch im Zweiten Weltkrieg spielten sie eine wichtige Rolle, in dem sie so manche Menschen sicher über steile Strecken führten. Etwa nach dem zweiten Weltkrieg änderte sich ihr Einsatzbereich und sie wurden langsam zu Reitpferden. Während in den Ursprungszuchtgebieten ( Nord-und Südtirol ) eine konsequente Reinzucht betrieben wurde, wurde in Deutschland die Einkreuzung mit sogenanntem Edelblut (ox) betrieben, diese löste starke Streitigkeiten in der „Haflingerszene“ aus. Später wurde beschlossen diese Rasse als Edelbluthaflinger zu bezeichnen, diese besitzen einen edleren Kopf und elegantere Bewegungen. Doch schließlich setzte sich der „originale“ Haflinger durch . Sie erreichen ein Stockmaß zwischen 1,38m –1,50m und zählen damit zu den Kleinpferden. Der Haflinger ist eine äußerst langlebige Pferderasse, die nicht selten ein Alter von ca. 30 Jahren erreichen kann. Durch ihre brave, ausgeglichene und etwas sture Art sind sie auch für Kinder geeignet. Aber auch im Turniersport findet man sie, egal ob in der Dressur, im Springen oder im Westernreiten . Durch ihren kaltblutnahen Körperbau können sie auch als Kutschpferde eingesetzt werden. Von dieser Pferderasse stammt auch das weltweit erste geklonte Pferd „Prometea“ ab. Sie wurde am 28.Mai 2003 geboren und war somit eine direkte Kopie ihrer Mutter.

Von Letitia Veckenstedt
Klasse: 9b
Gerhart-Hauptmann-Gymnasium Wernigerode

 

Quelle: das-tierlexikon.de