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Hat das noch Zukunft?

Diese Frage stellen sich viele Handwerker, wenn sie über ihren Beruf nachdenken. Denn leider ist es so, dass viele traditionelle Handwerksberufe aussterben. Doch wieso ist das so und was kann man dagegen tun? Mit dieser Frage will ich mich beschäftigen.

Es ist ein großes Problem, dass immer mehr Handwerksberufe aussterben, die Handwerkskammer Frankfurt listet allein 62 Berufe auf, die nicht mehr praktiziert werden, darunter sind zum Beispiel Köhler, Böttcher und Schriftsetzer. Doch es gibt auch viele Berufe, die bis jetzt nur vom Aussterben bedroht sind, zum Beispiel der Imker, der Buchbinder, der Metall-Maschinenbauer und noch viele mehr. „Während die Umsätze steigen und die Auftragsbücher voll sind, wollen viel zu wenig Menschen einen handwerklichen Beruf erlernen“, erzählt mir der angehende Industriemechaniker Lukas Brüninghaus. Und dieses Problem betrifft viele Handwerksberufe, was dazu führt, dass die Berufe letztendlich aussterben. Es wird also deutlich, dass die Berufe gut bezahlt werden und dass es genügend Aufträge gibt, aber es möchte einfach niemand diese Berufe ausüben. Gründe für das Aussterben der Handwerksberufe sind, dass viele denken, dass diese Berufe nicht gut bezahlt werden und viele denken auch, dass es keine Aufstiegsmöglichkeiten gibt. Doch wenn man einen Handwerksberuf erst einmal erlernt hat, kann man durchaus einen hohen Posten erlangen oder sogar seine eigene Firma eröffnen. Außerdem wird selten über diese Berufe informiert und man hat gar keine Berührungspunkte im Alltag, dadurch hat man auch keine Anregung einen Handwerksberuf zu erlernen. Inzwischen gibt es auch nur noch wenige Meister die Azubis ausbilden, dadurch kann es sein, dass wenn ein Azubi interessiert an einem Handwerksberuf ist, dass es nicht genügend Meister gibt, die bereit sind diesen Azubi auszubilden. Genau deshalb ist es wichtig, schon in der Schule die Kinder über Handwerksberufe zu informieren. Und vor allem nicht nur zu informieren, sondern auch aufzuklären, wieso es wichtig ist diese Berufe zu erhalten und Vorurteile gegenüber diesen Berufen richtigzustellen. Es ist auch sehr wichtig neue Handwerker auszubilden, die Gründe nennt uns Lukas Brüninghaus: „Es ist wichtig immer wieder neue Handwerker auszubilden, denn die Auftragsbücher sind voll, doch es gibt nicht genügend Arbeitskräfte, das führt zu langen Wartezeiten und hohen Preisen.“ Damit das geschieht, muss man viel mehr für diese Berufe werben und die Leute auffordern Handwerksberufe zu erlernen. Viel mehr kann man nicht für diese Berufe tun, außer zu hoffen, dass traditionelles Handwerk noch lange erhalten bleibt.

 

Von Carolina Brüninghaus

Klasse 8a

Gerhart-Hauptmann-Gymnasium Wernigerode

 

Quellen:

Interview mit Lukas Brüninghaus
https://www.t-online.de/region/id_84850562/viele-traditionelle-handwerksberufe-sterben-aus.html#:~:text=Traditionelles%20Handwerk%20verschwindet%20auch%20in,%2C%20K%C3%BCrschner%2C%20Schuhmacher%20oder%20Instrumentenbauer.
https://www.bigkarriere.de/karrierewelt/ausbildung/hat-das-noch-zukunft-aussterbende-berufe
https://www.weiterbildung-onlinemarketing.com/aussterbende-berufe/