Im Interview mit einem ROCKWOOL-Mitarbeiter in Flechtingen

Ben: Herr Klein, wie lange gibt es ROCKWOOL schon?
Herr Klein: ROCKWOOL gibt es seit den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. Die Firma und die Technik sind  in Dänemark entstanden und haben sich in den weiteren Jahren immer weiter in Europa ausgebreitet.

Ben: Seit wann sind Sie bei ROCKWOOL tätig?
Herr Klein: Ich bin seit 1981 bei ROCKWOOL tätig. Nach meinem Studium in Gladbeck habe ich verschiedene Funktionen im ROCKWOOL-Konzern durchlaufen.

Ben: Seit wann sind Sie Werkleiter in Flechtingen?
Herr Klein: Ich bin seit Juni 1999 Werkleiter in Flechtingen.

Ben: Wie viele Mitarbeiter hat das Flechtinger Werk?
Herr Klein: Wir bauen immer unsere Produktionskapazitäten aus und haben jetzt eine Mitarbeiterzahl von über 300. Der gesamte ROCKWOOL-Konzern hat über 14.000 Mitarbeiter weltweit.

Ben: Wie viele Werke gibt es?

| Foto: Florian Herrmann

Herr Klein: Hier in Deutschland haben wir drei Werke, zusätzlich gehört zu Deutschland auch das holländische Werk in Roermond. Der ROCKWOOL-Konzern hat 28 Werke. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir in Flechtingen einen ROCKWOOL-Standort haben, in dem wir viele Mitarbeiter beschäftigen, die dann auch ihre Familien versorgen können.

Ben: Wie viele verschiedene Produkte werden in Flechtingen produziert?
Herr Klein: Wir haben eine Produktpalette von 2000-3000 Produkten, in Flechtingen fertigen wir davon ungefähr 500 verschiedene Produkte.

Ben: Wo wird die Dämmung eingesetzt?
Herr Klein: Steinwolledämmstoffe von ROCKWOOL können überall im Haus eingesetzt werden, im Dach, zwischen den Sparren, an den Außenfassaden und in den Wänden, da die Produkte auch Schallschutzeigenschaften aufweisen. Durch die tolle Trittschallwirkung ist der Einsatz unter Holz- oder Estrichböden möglich. Die Wolle soll den  Schall schlucken und Geräusche reduzieren. Besonders entscheidend ist natürlich, dass die Wärme, die in einem Haus entsteht, drin bleibt und nicht durch die Wände diffundiert. Deswegen ist der größte Bereich, die Dächer und Fassaden von Häusern.

Ben: Ist das ROCKWOOL-Werk selbst auch mit Dämmung gebaut?
Herr Klein: Ja, wir haben den Großteil unserer Hallen, Produktionsgebäude und Büros selbstverständlich mit Steinwolle gedämmt.

| Foto: Florian Herrmann

Ben: Wie und aus was wird die Dämmung hergestellt?
Herr Klein: Unser Dämmstoff wird hergestellt aus Basalt. Wir schmelzen Steine und wir nehmen Abfälle (unsere eigenen Produktionsabfälle oder auch Abfälle, die bei der Verarbeitung von Steinwolle an den Baustellen entstehen) mahlen das klein, mischen das mit Zement und schmelzen es wieder ein. Als Energieträger beim Schmelzen hilft uns Heißluft und Brennstoffe.

Ben: Was ist das Besondere an ROCKWOOL?
Herr Klein: Das Besondere an ROCKWOOL ist: ROCKWOOL hilft den Menschen Energie einzusparen und damit auch die Umwelt zu schonen.

Ben: Was mögen Sie an Ihrer Arbeit?
Herr Klein: Meine Arbeit ist sehr interessant. Ich arbeite gerne mit Menschen zusammen und das bietet sich mir hier. Dann ist es interessant eine Führungsfunktion zu haben und Verantwortung zu tragen für viele Mitarbeiter. Und das macht meine Arbeit für mich  jeden Tag wieder interessant. Ich gehe gerne zur Arbeit und das ist wichtig.

Ben: Was mögen Sie überhaupt nicht an Ihrer Arbeit?
Herr Klein: Da gibt es eigentlich wenig. Ich mag eigentlich alles.

Ben: Wie viele Abteilungen hat Ihr Werk?
Herr Klein: Wir haben vier größere Abteilungen, die Produktionsabteilung, Instandhaltungsabteilung, Labor und Lager / Versandgeschäft. Außerdem kleinere Abteilungen, wie die Projektabteilung, die IT / EDV-Abteilung und eine Abteilung die für Arbeitssicherheit zuständig sind.

Ben: Warum sind Sie Werkleiter geworden?
Herr Klein: Das war ein Jugendwunsch. Da ich technisch sehr interessiert bin, habe ich den Beruf des Ingenieurs gewählt und habe dann auch entsprechend studiert. Die zwangsläufige Folge ist dann als Ingenieur, dass man dann auch in solche Führungsfunktion hineingerät und dann so ein Werk wie bei ROCKWOOL führen kann.

Ben: Hätten sie Angst, wenn sie von ihrem Chef Ärger bekommen würden?
Herr Klein: Nein, wenn mein Chef sich über mich ärgert, dann habe ich etwas falsch gemacht. Und dann muss ich gucken, was habe ich falsch gemacht, was muss ich in Zukunft verbessern. Also vor meinem Chef habe ich keine Angst, denn das wäre auch nicht förderlich für eine gute Zusammenarbeit.

 

Von Ben Herrmann, Klasse 4, Grundschule Flechtingen

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