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Wie sieht der Alltag eines Notfallsanitäter aus und was macht er? Ein Interview von Finja Blume aus der Klasse 3b der Grundschule "Albert Klaus" in Badersleben.

Hierzu habe ich mich auf die Spurensuche begeben und bin direkt in meinem familiären Umfeld fündig geworden. Ich habe meinen Onkel daher am 04.03.2020 interviewt. Er arbeitet als Notfallsanitäter in Halberstadt. Sein Einsatzort ist aber nicht nur Halberstadt sondern auch die Umgebung drum herum. Seit 2005 übt er diesen Beruf aus und hat auch nach wie vor Freude an seiner Arbeit durch die viele Abwechslung und dem Umstand, dass man nie weiß, was passiert oder was einen am nächsten Unfallort genau erwartet.

Der Rettungswagen des Notfallsanitäters. Foto: Finja Blume
Der Rettungswagen des Notfallsanitäters. Foto: Finja Blume

Er beginnt seine Schicht entweder um 7 Uhr morgens oder aber um 19 Uhr abends und seine Schicht dauert immer 12 Stunden. Während dieser Zeit wird er zu Einsätzen wie zum Beispiel Stürze, Herzkrankheiten, Nasenbluten, Platzwunden, Knochenbrüchen oder eben Unfällen gerufen. Dabei steht die Versorgung und Betreuung der Patienten an oberster Stelle. Während seiner Schicht sind immer ein Notarzt, ein Rettungssanitäter und zwei Notfallsanitäter einsatzbereit. Wenn der Alarm über einen Melder (Pieper) reinkommt, geht es sehr schnell. Der erste Weg führt zum Auto und dann gleich zum Einsatzort. Während der Fahrt erhält er dann weitere Informationen über den Einsatz. Vor Ort heißt es dann den Patienten versorgen und so schnell wie möglich transportfähig zu bekommen, um ihn ins nächstliegende Krankenhaus zu transportieren. Danach heißt es wieder zurück zur Dienststelle und Wiederherstellen der Einsatzbereitschaft für den nächsten Einsatz. Seine bisher schwersten oder auch schlimmsten Einsätze hierbei waren die Wiederbelebung eines Babys oder aber auch Unfälle mit Toten oder Freunden und Bekannten. Es gibt aber auch „schöne“ Einsätze wie zum Beispiel eine Geburt.

Durch mein Interview konnte ich einen Einblick in einen tollen und auch spannenden Beruf erhalten. Auch wenn es nicht immer schöne Einsätze sind, so ist es doch wichtig, dass es Menschen wie meinen Onkel gibt, die mit Leib und Seele immer einsatzbereit sind und uns helfen.

 

Von Finja Blume
Klasse: 3b
Grundschule „Albert Klaus“ Badersleben