Interview zum Thema Cybermobbing

Cybermobbing

Die Gefahr lauert im Internet. Cybermobbing ist ein weit verbreitetes Problem, welches viele Jugendliche betrifft. Dieses oft unterschätzte Thema muss von Betroffenen und ihrem Umfeld ernst genommen werden, da vor allem die psychischen Folgen unerträglich sein können. 8.- Klässler der Europaschule „Am Gröpertor“ befragten eine Passantin zum Thema Cybermobbing. Das Interview war sehr berührend, da die Befragte selbst indirekt davon betroffen war. 

Cybermobbing

| Bild: gezeichnet von Jasmina Behrens

SchmaZ-Reporter: Entschuldigen Sie bitte, wir sind Schüler der 8. Klasse und würden Sie gern zum Thema Cybermobbing befragen.
Passantin: Ja, gern. Das Problem kenne ich von meiner Tochter mit schlimmen Folgen.

SchmaZ-Reporter: Was ist denn Schlimmes passiert?
Passantin: Meine Tochter war immer eine ruhige intelligente Schülerin und wurde deswegen oft von ihren Mitschülern gemobbt. Auf einer Klassenfahrt hatten sie Fotos von meiner Tochter gemacht und ins Netz gestellt. Das war sehr schlimm für sie. Alle konnten das sehen und viele haben noch schlimme Kommentare dazu geschrieben.

SchmaZ-Reporter: Was haben Sie denn dagegen unternommen?
Passantin: Zunächst hat meine Tochter uns gar nichts darüber gesagt. Sie isolierte sich von den anderen und wurde magersüchtig. Erst als wir mit ihr zu einem Arzt gingen, kam alles heraus. Wir meldeten es der Polizei und die Jugendlichen wurden bestraft, auch die mit den Hasskommentaren.

SchmaZ-Reporter: Das ist wirklich sehr schlimm. Wir geht es Ihrer Tochter denn jetzt?
Passantin: Sie bestand ihr Abitur mit einer „1“ und studiert jetzt in Berlin Mathematik. Sie hat einen netten Freund, der ebenfalls Student ist. Jetzt ist sie glücklich.

SchmaZ-Reporter: Welchen Rat könnten Sie uns denn dazu geben?
Passantin: Denkt immer erst nach, bevor ihr etwas auf dem Handy oder im Internet veröffentlicht. Behandelt andere so, wie auch ihr behandelt werden möchtet.

SchmaZ-Reporter: Vielen Dank  für das offene Gespräch. Wir wünschen Ihnen alles Gute!

Von Lukas Haase, Colin Volland & Niklas Graap, Klasse 8b, Europaschule „Am Gröpertor“, Halberstadt