Ist Angeln Tierquälerei?

Diese Frage stellen sich viele Leute heutzutage. Fakt ist, niemand darf einem Tier ohne einen Grund schaden zuführen, deshalb ist catch and release (Fangen und Freisetzen) in Deutschland verboten. Louis Domanetzki
Klasse 8b der „Europaschule“ Gymnasium Gommern hat sich hierzu informiert.

Ein Fischerboot auf einem See. Foto: Pixabay

Doch fast alle Fische, die wieder zurückgesetzt werden, überleben dies und weisen keine nachhaltigen Symptome aus. Wenn man jedoch einen Fisch mitnehmen will, sollte man ihn auch essen und kurz nach dem Fang fachgerecht mit einem Schlag auf den Kopf und einem Stich ins Herz töten.

Angler werden oftmals kritisiert, da sie den Fischen mit den Haken Leid zuführen, doch das Angeln mit dem Haken an Rute und Schnur ist die schonendste aller Varianten des Fischens, wie zum Beispiel das Fischen mit Langleinen und Schleppnetzen in denen sich Delfine und Wale verfangen, die auf grausame Weise ertrinken.

Fischen fehlt die, für das Schmerzempfinden benötigte, Großhirnrinde. Was Fische empfinden, wenn Sie am Haken hängen oder ersticken, wissen wir nicht. Erwiesen ist, dass Fische Stress empfinden. Ebenfalls belegt wurde, dass beim Angelvorgang der Stress in der Regel sehr milde ist und der Fisch nicht beeinträchtigt wird. Anders als bei Großbetrieben gibt es für Angler feste Schonzeiten und Schonmaße, die eingehalten werden müssen, um den Fischbestand nachhaltig zu schützen. Hält man sich nicht an die Vorgaben, kann es hohe Strafen geben. Bei mehr als 3 Millionen Anglern in Deutschland können Schonzeiten schon eine ganze Menge bewirken. Allein in Deutschland werden jährlich rund 45.000 Tonnen Fisch durch die Hobbyfischerei gefangen, mehr als die Binnenfischerei befischt.

Angler bezeichnen sich als Gewässerschützer, obwohl sie durch das verwendete Anlockfutter die Qualität von Gewässern erheblich beeinflussen. Düngemitteln aus der Landwirtschaft und Stickoxide aus der Luft tragen jedoch erheblich mehr zur Gewässerbelastung bei. Dem Wasser fehlt Sauerstoff, was zu einem Fischsterben führt. Dieses Ersticken der Fische kommt einer Tierquälerei im geringem Maße nahe.
Jeder Angler muss für sich selbst entscheiden, ob das Angeln, auch mit dem Ziel des Zurückset-zens des gefangenen Fisches, für ihn moralisch vertretbar ist.

Von Louis Domanetzki
Klasse: 8b
„Europaschule“ Gymnasium Gommern

Quellen:

  • https://www.planet-wissen.de/gesellschaft/sport/angeln/pwiekritikamangeln100.html
  • https://www.moz.de/nachrichten/brandenburg/artikel-ansicht/dg/0/1/1471634/
  • https://www.schwaebische.de/sueden/baden-wuerttemberg_artikel,-angeln-spa%C3%9Figes-hobby-oder-tierqu%C3%A4lerei-_arid,10595190.html