Konflikt zwischen den Atommächten

Pakistan und Indien sind auf Krieg eingestellt. Nuklearwaffen eine Möglichkeit. Jonas Strathausen aus der Klasse 8a des Käthe-Kollwitz-Gymnasium Halberstadt hat sich mit der Frage beschäftigt, ob es zu einem Krieg zwischen den beiden Mächten kommen könnte.

Zwei Kampfjets. Foto: Pixabay

„Kommt es zu einem weiteren Krieg zwischen Pakistan und Indien?“ Kürzlich habe ich eine Umfrage bei Erwachsenen und Jugendlichen durchgeführt, die sich mit dieser Frage beschäftigte. Die Ergebnisunterschiede bei beiden Gruppen waren extrem. Die Erwachsenen tendierten dazu, die Möglichkeit eines weiteren Krieges abzulehnen. Jedoch vertrauten mir die Schüler ihre Ängste an, dass die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Krise nicht auszuschließen ist.

Wie ist die heutige Situation? Trotz der Auseinandersetzungen entspannen sich beide Seiten, so hat Pakistan einen gefangenen Piloten aus Indien freigelassen. Die Einwohner in Kaschmir, einem Krisengebiet zwischen Pakistan, China und Indien, hoffen auf eine Lösung des andauernden Konflikts der drei Länder. Sie wären auch mit einem Krieg zufrieden, solange dies ein Ende für den Konflikt bedeutet. Die vorherrschenden Spannungen zwischen Pakistan und Indien könnten bedeuten, dass sie an der Schwelle eines weiteren Krieges stehen.

Der Einsatz von Kernwaffen wird bezweifelt. Wie die Geschichte schon gezeigt hat, dienen Atomwaffen hauptsächlich der Abschreckung. Ein gutes Vorbild ist das Kräftemessen zwischen der USA und der ehemaligen Sowjetunion. Beispiele dafür sind die Kubakrise, der Vietnamkrieg und der Koreakrieg. Atomwaffen wurden weder um 1999, wo es mehrere Gefechte in Kaschmir gab, noch um 2001, nach einem Angriff pakistanischer Terroristen auf das indische Parlament, eingesetzt. Doch eine Möglichkeit des Einsatzes solcher Waffen, welche mobilisiert werden können, ist nicht auszuschließen. Es kann dazu kommen, sobald eines der beiden Länder sich stark bedroht fühlt.

Welche Hintergründe gibt es? Die Hauptursache ist der Kaschmir-Konflikt. Indien und Pakistan führten mehrere Kriege, um Gebiete in Kaschmir und der Jammus Region zu erobern. In Kaschmir leben viele Muslime. Der damalige Herrscher beider Regionen war Hindu, der bestimmt hat, dass die Gebiete zu Indien gehören. Pakistan aber sah diese Entscheidung anders, denn dort wohnten viele Muslime, die diese Idee ablehnten. Konflikte waren vorprogrammiert. Der Streit entflammte diesen Februar, am 14.02., neu, als ein pakistanischer Terrorist im indischen Kaschmir einen Anschlag auf Sicherheitskräfte verübte. Dabei starben 40 Polizisten. Zwei Tage später bombardierte die indische Luftwaffe ein Camp in Pakistan, da dort angeblich Terroristen ausgebildet wurden. Als Reaktion auf diese aggressive Handlung haben pakistanische Streitkräfte mehrere indische Jets abgeschossen und ein Atom-U-Boot gestoppt.
Diese Auseinandersetzung hätte ebenfalls Folgen für uns. Die gravierendste wäre, dass der Textilhandel stark zurück gehen könnte.

Wie sieht die Zukunft aus? Auf dem russischen Fernsehnetzwerk RT, kann man in einem Interview mit dem Ex-pakistanischen Kommandanten Sultan Mehoomed Hali, Einblicke in die Pläne beider Länder gewinnen. Er sagt, er hoffe, es würde nur bei den jetzigen Aktionen bleiben. Indien sei durch die starke Wirtschaft und der größeren Armee Pakistan überlegen. Falls es wirklich zu einem Krieg kommen sollte und Pakistan in die Enge gedrängt würde, so meint Hali: „Wenn beide Seiten solche Waffen haben und die Lage verzweifelt ist, dann wird die verzweifelte Lage leider zu verzweifelten Maßnahmen führen.“
Russland hingegen möchte sich raushalten. Von den Vereinigten Staaten und China gab es noch keine weiteren Meldungen. Aber wenn es zu einem Krieg kommen könnte, wäre es nicht auszuschließen, dass sich China mit Pakistan verbündet, da noch bis heute der Indisch-chinesische Grenzkonflikt im Himalaya nicht gelöst ist. Bei diesem Krieg zwischen den südasiatischen Ländern wäre es der perfekte Zeitpunkt für China einzugreifen, um seinen Interessen nachzugehen. Die unterschiedlichen Religionen in Pakistan und Indien könnten ebenfalls eine entscheidende Rolle zur Entstehung eines weiteren Krieges spielen. Sowohl früher als auch heute kann man mit Sicherheit sagen, dass durch unterschiedliche Vorstellungsweisen Streitigkeiten entstehen werden.

„Wer auf Rache aus ist, grabe zwei Gräber.“ Chinesisches Sprichwort

 

Von Jonas Strathausen
Klasse: 8a
Käthe-Kollwitz-Gymnasium Halberstadt

 

Quellen:

  • RT Deutsch
  • Halberstädter Volksstimme
  • Tagesschau