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Die weltweit besten Fotos von professionellen Fotografen werden derzeit im City Carré Magdeburg präsentiert. Johanna Jahns und Yanning Zhang vom Hegelgymnasium Magdeburg waren vor Ort und berichten in ihrem Artikel von der Ausstellung.

Die Ausstellung im City Carré zeigt die Ergebnisse des 62. World Press Photo - Wettbewerbs. Als Einzelfotos oder Serien werden die Fotos gezeigt, unterschiedliche Kategorien wurden bewertet. Die Ausstellung ist in mehr als 100 Städten und 45 Ländern unter anderem in New York, Tokio, Berlin und Magdeburg zu besichtigen. Noch bis zum 15. Februar können Besucher die besten Pressefotos des vergangenen Jahres sehen.

Neue Entwicklungen in den Bereichen Medien und Technologie haben Journalismus und Storytelling verändert. Dieses Jahr haben 4.738 Fotographen aus 129 Ländern 78.801 Fotos für den Wettbewerb eingereicht. Die Bildgeschichten werden im Hinblick auf treffende, ehrliche und optisch beeindruckende Darstellungen unserer Welt hin beurteilt. Sie werden von einer Jury aus namhaften Fotografen ausgewählt.

Die Ausstellung ist in verschiedene Themengebiete wie Umwelt, Natur, Porträt, Sport, Reportagen und langfristige Projekte gegliedert.

Zu den langfristigen Projekten gehört unter anderem auch das von Yael Martinez aus Mexiko, welches den zweiten Preis erhielt. Das Projekt trägt den Namen „Blutendes Haus“. Er verfolgte es vom 18. Oktober 2013 bis zum 4. November 2018. Eines der beeindruckendsten Bilder seines Projekts zeigt den weinenden Mann Dingo Cruz, der zu Hause in Santiago Temixco über seine vermissten Enkelsöhne spricht. Hinter den Bildern des Projektes des mexikanischen Fotografen verbirgt sich eine atemberaubende Geschichte.

In Mexiko gelten nach offiziellen Quellen mehr als 37.400 Menschen als vermisst. Sie sind Opfer der anhaltenden Gewalt, die seit 2006 mehr als 250.000 Menschenleben gefordert hat.

World Press Photo 2019, Yael Martinez

Die Gewalt geht vom Krieg gegen Mexikos mächtige Drogenkartelle aus und diese trieb die Zahl der ungelösten Vermisstenfälle katastrophal in die Höhe. Auch aus der Familie des Fotografen verschwanden Familienmitglieder. Er nahm dies zum Anlass für dieses emotional aufwühlende Projekt.

Seit sechs Jahrzehnten arbeitet die Stiftung in Amsterdam als kreative, unabhängige, gemeinnützige Organisation. Sie nutzt ihre Erfahrung, um den Bildjournalismus, Storyteller und Betrachter weltweit durch diese spannende Bilderwelt zu führen. Die Besucher können eine der renommiertesten und größten Fotoausstellungen kostenfrei besichtigen.

Von Johanna Jahns und Yanning Zhang
Klasse: 8/2
Hegelgymnasium Magdeburg

Quellen: Aufsteller und Flyer der "World Press Photo" Ausstellung im City Carré Magdeburg