Meine Katze und ich: Die Geschichte

Katze

Katze Phoebe | Foto: privat

Ich wachse in der Kleinstadt Genthin mit gerade mal 16.004 Einwohnern auf, rundum umgeben von kleinen Dörfern wie Mützel, Brettin, Altenplathow, Wald und Wiesen. Ich sah zum ersten Mal diese Katzensorte bei einer Nachbarin und genau so eine sollte es sein. So nahm es seinen Lauf.

Es vergingen viele Tage und Wochen bis meine Mutti und ich eine gefunden hatten. In der Zwischenzeit haben wir alles, was eine Katze braucht, eingekauft: Katzentransportbox, Futternäpfe, Futter, Katzenstreu, Katzentoilette, Kratzbaum, Flohkamm, Katzenmilch und einen Schlafplatz. Die Frau, die diese Katze verkauft hat, wollte sie loswerden. Meiner Mutti tat das so leid, so dass mein Bruder Florian und mein Papa sich bereit erklärt haben, dorthin zu fahren, um sie zu kaufen. Es war eine lange Fahrt, die sie unternommen haben, sie dauerte ca. zweieinhalb Stunden.

Wir waren schon sehr nervös. Als sie endlich mit der Katze zu Hause ankamen, erwartete ich sie schon sehnsüchtig. Im Bad  haben wir sie rausgelassen, dort, wo ihre Toilette steht, weil ich das gelesen hatte, dass man es so machen sollte. Wir haben sie erst mal in Ruhe gelassen, weil sie sehr scheu war.

Auf dem Bild seht ihr, was ihr Lieblingsplatz am Anfang war. Neben der Toilette lag sie immer. Es brauchte ca. 1 Woche bis sie langsam zutraulicher wurde. Dann mautzte sie immer ganz viel. Meine Mutti musste mit ihr zum Tierarzt und sie wurde kastriert. Dann bekam sie Impfungen gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche. Da Phoebe (so heißt unsere Katze) nicht rausgeht, brauchte sie keine Tollwutimpfung, die ist sonst nämlich Pflicht. Sie musste dann nochmal zum Arzt, weil sie ihre Nähte aufbiss, so dass sie einen Schutz um den Kopf bekam.

Dann heilte es sehr gut. Bald darauf bekam sie Flöhe. Da hatte meine Mutti jeden Tag zu tun. Sie saugte jeden Tag zweimal, wischte jeden Morgen den Boden, kämmte Phoebe jeden Tag das Fell. Wir wussten nicht, dass Hauskatzen auch Flöhe bekommen konnten. Das war uns eine Lehre. Seitdem bekommt sie alle 4 Wochen Frontline für Katzen drauf. Zuvor mussten wir unsere Wohnung noch komplett flohfrei bekommen. Da hat uns unser Tierarzt Dr. Kühnel etwas dafür gegeben, weil wir dann nicht in der Wohnung sein durften. Danach musste meine Mutti wieder einen Großputz machen. Aber dann war wieder alles ok.

Und seitdem wir das regelmäßig nehmen, bekommt Phoebe keine Flöhe mehr. Sie ist nun schon fünf Jahre bei uns und wir haben sie alle ganz doll lieb. Manchmal bekommt sie ihre fünf Minuten, was sehr lustig ist, weil man da mit ihr spielen kann. Phoebe ist nämlich eine britische Kurzhaar-Katze, die sind vom Typ her nicht so kuschelbedürftig wie andere Katzen. Also nutzen wir ihre fünf Minuten aus und spielen mit ihr. Sie muss sich auch etwas mehr bewegen, weil sie schon etwas zu dick geworden ist im Laufe der Zeit. Da haben wir auch spezielles Futter verschrieben bekommen, was wir abwiegen müssen, weil sie auch schon mit der Blase zu tun hatte, darf sie nur noch spezielles Futter zu sich nehmen. Ihr seht eine Katze macht viel Arbeit und man sollte sich vorher genau überlegen, ob man sich ein Tier anschafft, weil man sich auch in den Ferien bzw. Urlaub drum kümmern muss oder jemanden bittet, sich um das Tier zu kümmern. Ein Tier ist nämlich ein Lebewesen, wie wir alle und leidet genauso wie wir, wenn etwas ist.

Und wenn jemand sagt: Katzen seien dumme Tiere, den muss ich eines Besseren belehren. Unsere Phoebe ist eine sehr schlaue Katze, sie hört wie ein Hund. Und in dieser Zusammensetzung leben wir  glücklich miteinander.

Grundschule „Ludwig Uhland“ Genthin