Miteinander umgehen – fair sein

Hindernisparcour blind

| Foto: FS „H. E. Stötzner“

Menschen mit Behinderung treiben ebenso gern Sport wie Menschen ohne Behinderung. Sie sind mit genauso viel Ehrgeiz und Fleiß dabei zu trainieren und sich im Wettkampf zu messen. Manche Sportler benötigen dabei besondere Hilfsmittel, wie z.B. einen Sportrollstuhl. Sie betreiben dabei Sportarten, die es bei den Olympischen Spielen gar nicht gibt, wie Blindenfußball.

Diese Sportler und ihre Sportarten haben uns sehr beeindruckt. Also haben wir versucht, uns im Sportunterricht damit zu befassen. „Ball unter die Schnur“ – ein beliebtes Sportspiel in unserer Klasse. Aber wie wird es sein, dieses Spiel ohne Augenlicht durchzuführen? Am Anfang sei angemerkt, so still war es noch nie bei uns in der Sporthalle. Wir mussten ja die kleinen Glöckchen im Ball hören. Hohe Anforderungen wurden an uns gestellt. Ein Ballspiel blind auszuführen erfordert hohe Konzentration und Orientierungsfähigkeit. Das Spiel war viel intensiver und uns ist danach bewusst geworden, dass es nur miteinander geht. So viel Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme untereinander kannten wir bis dahin noch nicht. Der Zusammenhalt in unserer Klasse wurde geschult. Jeder konnte sich auf den anderen verlassen.

Unser Fazit aus dieser Sportstunde: Es kommt nicht auf Höchstleistungen an. Das Miteinander und das Füreinander zählt. Das ist so viel, was uns behinderte Sportler beibringen können. Danke! Unsere Klasse ist zu einer Einheit geworden.

Von Lukas Schönemann, Jeremy Werner, Florian Drescher, Sarah Bujotzek und Luke Müller, Klasse 6, Förderschule „H. E. Stötzner“, Güterglück

 

Ball unter die Schnur mit Klingelball

| Foto: FS „H. E. Stötzner“