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Möckern für die Unabhängigkeit

April 1813 – Im Frühjahrsfeldzug nehmen die Befreiungskriege rund um Möckern ihren Lauf. General Fürst Wittgenstein und seine preußisch-russischen Truppen treffen auf den Feind. Unter der Führung des italienischen Vizekönigs, Eugene de Beauharnais, halten sich napoleonische Krieger in Möckern und Umgebung auf. Die Folge davon ist ein siegreiches Gefecht am 4. April für Ludwig Adolf Peter zu Wittgenstein. 
Militärisch war dies zwar ein Erfolg, doch hatte es keine langfristige Bedeutung. Moralisch hingegen war der Sieg ein überaus wichtiges Erfolgserlebnis für die Verbündeten. Es hatte eine große Wirkung auf den Zusammenhalt der sich gerade noch bildenden Bündnispartner. 
„So wurde der Tag von Möckern weit über seine eigentliche Bedeutung hinaus zu einem Ereignis, das überall die froheste Hoffnung auf die Zukunft weckte und die Waffenbrüderschaft zwischen Preußen und Russland den ersten festen Halt verlieh.“ – Rudolf Friedrich (Historiker) 
Stattgefunden hat das Gefecht an den Ehleübergängen in Vehlitz und Dannigkow, sowie an der Verbindungsstraße zwischen Möckern und Zeddenick. Es ging mit einem Verlust von 2200 Kriegern der französischen Armee und 500 Verletzten und Toten der preußisch-russischen Truppen aus. Somit zogen sich Eugene und seine Krieger am nächsten Morgen zurück. Dies war ein großer Ansporn für die Verbündeten bei der Völkerschlacht bei Leipzig, welche die napoleonische Fremdherrschaft beendete. 
An die Gefechte bei Möckern erinnern heute vier Denkmäler. Das größte liegt in Vehlitz und wurde 1913 errichtet und 2011 saniert. Seit 2013 wird das Gefecht in Vehlitz nun jedes Jahr am 6. April nachgestellt. (Quelle: https://www.gommern.de/de/einheitsgemeinde-gommern/kultur-tourismus/stadtgeschichte.html)

Von Emma Ansorge

Klasse 8d

Europaschule-Gymnasium-Gommern