Musik

Musik macht Menschen | Kaum jemand verlässt heute noch das Haus ohne Kopfhörer im Ohr oder ohne laufendes Radio im Auto. Ob der immer gleiche Werbesong oder Hintergrundmusik in Filmen, die Musik hat viele Gesichter. Aber was passiert, wenn wir das Lieblingslied einschalten, die Augen schließen und uns einfach fallen lassen, in schützende Arme aus Rhythmen und Tönen? Wie beeinflusst Musik unseren Körper?
Musik ist eine der effektivsten und schönsten Arten, Gefühle auszudrücken, denn nachdem man auch nur einen kurzen Teil des Liedes angehört hat, wirbeln die Klänge den Hormonhaushalt durcheinander. Je nach Musikart werden verschiedene Hormone abgegeben. Adrenalin bei schneller, aggressiver Musik und Noradrenalin bei sanften, ruhigen Tönen. Mit letzteren wird die Ausschüttung von Stresshormonen verringert. Manche körperliche Reaktionen sind so stark, dass sie in der Lage sind Schmerzen weniger wahr zu nehmen. Musik verändert den Blutdruck, den Herzschlag, die Atemfrequenz und die Muskelspannung des Menschen. Durch die verschiedenen Klänge wird auch das limbische System im Gehirn, welches für Gefühle zuständig ist, angeregt. So werden unterschiedliche Emotionen ausgelöst. Viele verbinden mit bestimmten Songs persönliche Ereignisse. Wird das Lied gespielt, kommen die Erinnerungen an die erlebte Situation wieder und auch die dabei empfundenen Gefühle. So gesehen ist die Musik eine Sprache. Aber wie bei der Kommunikation fasst jeder die Töne anders auf. Ich denke, Musik hat dann gewirkt, wenn wir diese eine Melodie nicht mehr aus dem Kopf bekommen können, weil sie uns so berührt hat. Jetzt heißt es nur noch, das Lied nicht zu oft hören, denn jenes kann dazu führen, dass man die Lust an dem eigentlich so schönen Stück verliert und es einem irgendwann ganz schön auf die Nerven geht. Dennoch begleitet Musik uns durchs Leben, egal ob feine Oper, gesungenes Schlaflied oder Motivationskick beim Joggen. Das Einzige, was einen negativen Effekt haben kann ist, dass das Lieblingslied die Konzentration auf andere Dinge nimmt. Also dann doch lieber die Kopfhörer für einen Moment weglegen, das Radio ausschalten und ran an die Hausaufgaben!
Von Lina Wetzig, Klasse 8m1, Landesgymnasium für Musik Wernigerode