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Neue Runde für SchmaZ

Zum bereits 20. Mal werden Schüler im Rahmen der Medienprojekte „SchmaZ“ und „SchmaZ junior“ zu Nachwuchsjournalisten. Auch in diesem Schuljahr nehmen über 177 Schulen und damit Tausende Schüler an den Projekten teil.


Heutzutage sind die Medien allgegenwärtig. Und entgegen vieler Zukunftsprognosen lesen viele Menschen immer noch morgens am Frühstückstisch oder in der Bahn ihre Zeitung. Mittlerweile gelangen sie aber überall an Information und in Zeiten von „Fake-News“ fällt es manchmal schwer, herauszufiltern, welche Nachricht Qualität hat und welche nicht. Aus diesem Grund ist es wichtig, bereits die Kleinsten an die Medien und ihre Inhalte heranzuführen. Die Medienprojekte „SchmaZ“, welches sich an Schüler der 8. und 9. Klasse richtet, und „SchmaZ junior“, das für Dritt- und Viertklässler konzipiert ist, machen genau das möglich. Hierbei setzen sich die Schüler kreativ mit dem Medium Zeitung auseinander und dürfen sogar hinter die Kulissen von Unternehmen blicken. Eine überragende Zahl an Schülern in Sachsen-Anhalt nimmt im Schuljahr 2019/2020 an den Projekten teil. Mit insgesamt 7.638 Schülern deutlich mehr als im vergangenen Jahr mit circa 6500. Für „SchmaZ“ haben sich 160 Klassen beworben. Bei den Grundschülern sind es sogar 219 Klassen. Die aktive Projektphase beginnt für die Schüler ab dem 13. Januar.

Für die Lehrer der Klassen startete das Projekt bereits in Form einer Auftaktveranstaltung am 20.November im Gesellschaftshaus in Magdeburg. Lehrer, Vertreter der Sponsoren sowie der Bildungsminister fanden sich vor Ort ein. Unter ihnen waren Lehrer, die bereits mehrfach an den Projekten teilgenommen haben, aber auch Neulinge. Daher wird bei jeder Auftaktveranstaltung das Projekt noch einmal vorgestellt. An dieser Stelle
richtete auch Bildungsminister Marco Tullner ein paar Worte ans Publikum und lobte die bisherigen Jahrgänge für ihre Vielfältigkeit in Bezug auf Themen und die tolle Auseinandersetzung mit dem Medium Zeitung.
Seit fast 20 Jahren führen das Bildungsministerium und die Volksstimme das erfolgreiche Medienprojekt. Sponsoren fördern zusätzlich mit ihrem Engagement einen wichtigen Baustein in der Projektphase.

Die Partner bieten Themenangebote wie Aktionen oder Interviewtermine an. Die Schüler schreiben Artikel. Diese werden auf www.schmazdigital.de veröffentlicht. Journalistische Schmuckstücke werden sogar in der Volksstimme veröffentlicht – sowohl in der Zeitung als auch auf der Volksstimme-Internetseite. Am Ende der Projektphase werden die besten Artikel von der Jury, bestehend aus dem Bildungsministerium, der
Volksstimme und den Partnern, prämiert. Constanza Röthing, Lehrerin für Sport und Deutsch in Wernigerode, hat zusammen mit ihren Schülern bereits einige Preise gewonnen. Eines der Werke, welches im vergangenen Schuljahr prämiert wurde, handelte vom Bienensterben. Schülerin Juliane schrieb über die Massentierhaltung aus der Sicht eines Huhns. Constanza Röthing schafft mit dem Projekt gerne Anreize für ihre Schüler, sich
auch mit Themen aus der Umgebung zu beschäftigen. Kristin Heidel, Deutschlehrerin an einer Förderschule, geht es weniger ums Gewinnen, mehr noch um die Lesekompetenz, die mit dem Projekt gefördert wird. „Die
Schüler lesen teilweise lieber die Zeitung als Bücher“, verriet sie am Rande der Auftaktveranstaltung.

Von Sofie Herold