Notaufnahme nur im Notfall

Die Notaufnahme des Olvenstedter Klinikums in Magdeburg wurde im Jahr 2004 eigentlich für ca. 14.000 Patienten erbaut. Doch die Anzahl der Patienten ist auf bis zu 40.000 Patienten im Jahr gestiegen, da viele von ihnen eigentlich keine Notfallpatienten sind. Wirkliche Patienten sind z.B. Menschen, die lebensbedrohliche Verletzungen erleiden. Andere wollen ihren Termin einfach nicht beim Orthopäden oder Hausarzt abwarten und gehen dann zur Notaufnahme. Leider wissen diese Patienten nicht, welche Ressourcen sie damit verschwenden. Die Patienten fordern heutzutage viel zu häufig und zu schnell medizinische Hilfe an. Patienten verhalten sich ähnlich wie Konsumenten. Das heißt: Herr/Frau XY besitzt auf seinem/ihrem Handy eine App und bekommt alles, was er in dieser App bestellt, in kürzester Zeit geliefert. Dieses Prinzip überträgt er/sie ganz einfach auf das Gesundheitssystem und beansprucht sofortige, umfängliche Hilfe. So einfach ist das aber nicht, denn – wie der Name schon sagt – ist die Notaufnahme für wirkliche Notfälle und nicht für kleine Verletzungen gedacht. Man muss sich, im Interesse der Gemeinschaft, gedulden können und Verständnis für die Mitarbeiter in der Notaufnahme haben, denn sie müssen tagtäglich um das Leben ihrer Patienten kämpfen. Da wäre ein bisschen „Rückendeckung“, die den Mitarbeitern in der Notaufnahme einigermaßen den Arbeitsalltag erleichtern würde, sehr hilfreich für sie.

Von Katja Meier & Luise Grahn, Klasse 8/2, Hegel-Gymnasium Magdeburg