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Plastik – Der größte Feind der Meerestiere

Mehr als zehn Millionen Tonnen Plastik gelangen jährlich in die Ozeane. Sie kosten abertausenden Meerestieren das Leben. Fische verwechseln Plastik mit natürlicher Nahrung und Delfine verfangen sich in alten Fischernetzen.

„Lecker. Quallen“, das denken viele Schildkröten, obwohl sie eigentlich nur auf Plastiktüten zu schwimmen. Sie schlucken die giftigen Tüten hinunter und fressen sich daran satt. Zumindest glauben sie das. In Wahrheit verhungern auf diese Weise unzählige Schildkröten, weil sie sich zwar satt fühlen, aber nur Plastik im Magen haben und dieses nicht verdauen können. Die Seevögel haben ein ähnliches Problem. Sie verwechseln Plastikteile mit kleinen Tintenfischen. Diese vermeintlichen Tintenfische fressen sie dann selbst und verfüttern sie zusätzlich an ihre Jungen.
So oder so ähnlich sterben pro Jahr ungefähr 135.000 Meeressäuger und über 1 Million Seevögel. Zudem ist es nicht so, dass der ganze Müll nach einem Jahr verschwindet. Plastikflaschen benötigen beispielsweise 450 Jahre, bis sie vollständig zerfallen und manche Sachen zerfallen sogar nie. Daher ist es dringend notwendig, den Plastikmüll zu verringern. Jedoch geschieht eher das Gegenteil. Laut einer Studie des Alfred-Wegener-Instituts droht bis 2050 eine Vervierfachung des Plastikmülls in Meeren. Um das zu verhindern, müssen wir JETZT etwas unternehmen. Auch wenn es nur kleine Dinge im Alltag sind (wie zum Beispiel die ordentliche Mülltrennung), können dadurch Tiere gerettet werden. Für uns Menschen bedeuten diese kleinen Dinge vielleicht nicht viel, aber für die Meerestiere bedeutet es ihr Leben.

 

Von Sarah Sophie Feist 

Klasse 8a

Gerhart-Hauptmann-Gymnasium Wernigerode

 

Quellen:

Müll im Meer – FAQ – NABU

Plastikmüll und seine Folgen – NABU

WWF-Studie: 2050 droht Vervierfachung des Plastikmülls im Meer – WWF Österreich