Private Pressekonferenz vor Derbyknaller

Spannung beim 1. FCM aufgrund des Ostderbys.

Wir hatten die Möglichkeit, eine eigene Pressekonferenz mit den Spielern Julius Düker, Steffen Schäfer und dem Fitnesstrainer Dirk Keller, zu führen. Da der Drittliga-Partie des 1. FC Magdeburgs gegen Carl Zeiss Jena ein Ostderby ist, stellen wir die Frage, ob sich ein Derby mit den Emotionen der Fans und Traditionen von anderen Partien unterscheidet – oder ob dort keine Unterschiede, im Spiel oder bei den Emotionen der Spieler, auftreten.

Daraufhin antwortete Steffen Schäfer, dass dies die Spiele sind, für die sie Fußball spielen und Derbys auf jeden Fall einen Unterschied machen. Er betonte außerdem noch, dass die Stimmung und Energie der Fans bei solchen Derbys die Spieler motiviert. Außerdem wirkt sich, laut Steffen Schäfer, die Vorfreude auf solche Derbys auch teilweise positiv auf die Spielweise der Spieler aus. Doch da die Emotionen der Fans und teilweise auch der Spieler, oft auch von Ruppigkeit geprägt sind, interessiert uns, was die Spieler davon halten. So gibt es zum Beispiel mit Dennis Erdmann einen Spieler, der eine harte Spielweise pflegt, sich auf dem Spielfeld manchmal auch von seinen Gefühlen leiten lässt und so einen Platzverweis riskiert.

Daraufhin stellt Julius Düker klar, dass Erdmann zwar eine aggressive Spielweise pflege, aber dabei nie über die Stränge schlage und dabei auch nie, ob beim Training oder woanders, seinen Mitspielern schade. Er betont zudem noch, dass solch eine aggressive Spielweise nicht nur zum Fußball gehöre, sondern auch hilfreich sei, denn: „Er tut uns ja nicht weh, sondern nur dem Gegner“. Auch wenn diese Aussage nicht darauf schließen lässt, erhoffen sich die Spieler schon eine gewisse Fairness im Fußball, was man im Spiel der Magdeburger, das wenig Fouls beinhaltet, gut sehen kann.

Doch in der Fanszene Magdeburgs ist das anders. In den letzten Jahren kam es in der Fußballfanszene oft schon zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den Magdeburgern und Gegnern. Letztes Jahr forderte der Konflikt zwischen den Fans des 1. FCM und denen des Halleschen FC, sogar einen Toten aus der Magdeburger Fanszene. Deshalb stellten weitere Journalisten den Spielern die Frage, wie sie zu den gewaltbereiten Fans, oder auch „Hooligans“, stehen. Die Spieler äußerten sich, indem sie folgendes klarstellten: „Es ist nicht die Aufgabe der Mannschaft, die Hooligans an ihren Taten zu hindern“. Daraufhin hakte Fitnesstrainer Dirk Keller ein und betonte, dass die Fans, die sich mit besonders großen Ambitionen für den Fußball beim 1. FCM einsetzen, im Vergleich zu „gewaltbereiten Fans“, seiner Auffassung des Magdeburger Fußballs gerechter werden würde. Hierbei hebt Keller die Ultras, oder auch „Block U“, hervor, die ihre Energie vor allem friedlich für den Fußball einsetzen.

Doch, unabhängig von der Gewaltbereitschaft der Fans, stellten die Spieler und der Fitnesstrainer eins klar: „Die Stimmung und die Atmosphäre, die die Magdeburger Fans erzeugen, ist großartig und nicht selbstverständlich und bringt uns auf dem Platz und außerhalb des Platzes weiter und motiviert uns“.

 

Von Moritz Koch, Klasse 8-4, Börde-Gymnasium Wanzleben

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