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Probleme im Homeschooling – sowohl psychisch als auch körperlich

Am Anfang fand man es großartig nicht in der Schule zu sein, doch mit der Zeit wurde der Traum vom Homeschooling für viele ein Albtraum für Psyche und Körper. Ein Artikel von Anessa Spanka und Dana Wiermann, Klasse 8a, „Europaschule-Gymnasium-Gommern“.

Seit nun mehr als einem Jahr gibt es das Coronavirus in Deutschland. Dadurch wurden nicht nur Geschäfte und Kitas geschlossen, sondern auch viele Schulen. Seit letztem Jahr im März gibt es für viele Schulen ein auf und zu. Als die erste Schließung für Schulen bekannt gegeben wurde, freuten sich viele Schüler/innen, da dies hieß, dass man nun erstmal zu Hause bleiben und ausschlafen kann. Diese Freude blieb allerdings nicht bei jedem bestehen.
Als die Schulen organisierter wurden und Aufgaben auf die jeweiligen Schulseiten stellten, verging bei vielen die Freude. Da man zu Hause war und dies meist mit einem entspannenden und ruhigen Ort im Zusammenhang brachte, wurde es für viele schwer sich zu disziplinieren und die gestellten Aufgaben zu erledigen. So kam es dazu, dass sich die Aufgaben immer mehr häuften und man begann zu verzweifeln. Die Eltern konnten meist auch nicht helfen, da sie selbst mit ihrer Arbeit beschäftigt waren. Zudem konnten die Lehrer nicht immer beim selben Thema bleiben, also kamen zu den vielen Aufgaben auch noch neue Themen.
All diese Probleme führten bei vielen Schüler/innen zu einer psychischen Belastung. Hier kommt nicht nur der Druck von der Schule, manche haben zu diesen Problemen auch noch andere zu bewältigen. Allein zur jetzigen Zeit sind 3 bis 10% der Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren an Depressionen erkrankt. Dieses Thema wird viel zu oft auf die leichte Schulter genommen und auch viel zu oft ignoriert und angesprochen.
Man hat durch Depressionen nicht mehr genug Schlaf und somit auch am nächsten Tag keine Lust irgendwas zu machen, sei es schulisch oder überhaupt etwas zu unternehmen. Zudem ist man oft niedergeschlagen und weiß nicht wirklich was man mit sich anfangen soll. Dies kann ohne Hilfe auch Ausschweifungen bis zu SSV (Selbstverletzendes Verhalten) oder auch Selbstmordgedanken führen. Manchmal stehen Depressionen noch mit anderen Krankheiten wie Borderline oder auch einer Bipolaren Störung in Verbindung. Ebenfalls können die psychischen Probleme auch zu körperlichen führen. Ein Problem, welches hier sehr häufig auftritt, ist die hohe Ab- oder Zunahme bei den jeweiligen Betroffenen.
Bei diesen Problemen gibt es verschiedene Hilfen. Man kann bei der Seelsorge (in Halle) anrufen, welche die Nummer (0345 2025970) hat oder man schaut nach einem Therapeuten oder Psychologen in der Nähe. Manchmal hilft es auch einfach, wenn man mit seinen Eltern oder auch einem Vertrauenslehrer über seine Probleme spricht und so vielleicht eine Lösung findet. Auf jeden Fall sollte man die psychische Gesundheit nicht hinten runterfallen lassen und glauben das sich das von allein wieder regelt.

Von Anesse Spanka und Dana Wiermann
Klasse: 8a
„Europaschule“ Gymnasium Gommern