Schüler und Eltern hoffen auf Veränderungen

An vielen Schulen gibt es nicht genug Lehrer. Sophie Schreiner aus der Klasse 9c des Gerhart-Hauptmann-Gymnasium in Wernigerode hat sich zum Thema Lehrermangel informiert und schildert die aktuelle Situation.

In vielen Schulen fehlen die Lehrkräfte. Foto: Pixabay

Nicht unbekannt ist es, dass an unseren Schulen bundesweit ein akuter Lehrermangel herrscht. Jede Woche fallen wichtige Unterrichtsstunden aus, dessen Stoff für die Schüler nicht leicht nachzuholen ist. Für den Abschluss fehlt das eigentlich erlernte Wissen. Dieses muss dann selbstständig, in einem kurzen Zeitraum, verbunden mit viel Stress von den Schülern nachgeholt werden.

Angesichts der Zahlen gibt es, besonders für Grundschulen und die Sekundarstufe 1 immer weniger Bewerber. Karolin Brinkow, Englisch und Gesellschaftslehre-Lehrerin an einer Gesamtschule in Düsberg meint, es solle den gleichen Lohn für die ,,gleiche’‘ Arbeit geben. Diese Klage wurde in Düsseldorf und Köln eingereicht. Jedoch würde die Angleichung jährlich 600 Millionen Euro kosten, heißt es nach Angaben des Finanzministeriums.
Ein weiterer Grund für den Lehrermangel ist, dass es gerade jüngere Leute immer öfter vom Land in die Stadt zieht. Vor allem in kleineren Städten und im ländlichen Raum fehlen Schullehrer. Die Gründe für einen Umzug in die Stadt sind vielfältig. Studium, gute Berufsaussichten, höhere Löhne.

An einigen Schulen fehlen erschreckende 40% der Lehrer. Bis 2020 müssten jährlich 4000 Lehrkräfte eingestellt werden, aber die jetzigen Lehramtsstudenten decken den Bedarf nicht. Auch an Deutschlands Grundschulen fehlen bald 35.000 Lehrer (Berechnungen von Bildungsforschern, die am Mittwoch von der Bertelsmann-Stiftung veröffentlicht wurden). So wie auch an deutschen Berufsschulen alarmierender Lehrermangel herrscht, der nur mit vielen Quereinsteigern aufgefangen werden kann. Laut einer neuen Studie wird der Bedarf in den nächsten Jahren noch deutlich wachsen. Jörg Dränger, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, sprach von bedrohlichen Zahlen. Ein Mangel an Berufsschullehrern schwäche das Ausbildungssystem. „Das nimmt Jugendlichen wichtige Bildungschancen und schadet der Wirtschaft.“ Es solle mehr Studienplätze für Berufsschullehrer geben.

Auf dem schnellsten Wege wird nach unverzichtbaren Lösungsvorschlägen gesucht. Wie beispielsweise die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe der Deutschen Presse-Agentur Schule sagte: ,,Es muss auch möglich sein, dass ein Gymnasiallehrer nach einer kleinen Zusatzqualifikation an einer Grundschule unterrichten kann.‘‘ Vorerst muss man sich leider weiterhin auf Quer- und Seiteneinsteiger verlassen.
Schüler und Eltern hoffen auf einen raschen Lösungsvorschlag, um ausfallende Stunden und Stress der Schüler zu vermeiden.

Von Sophie Schreiner
Klasse: 9c
Gerhart-Hauptmann-Gymnasium Wernigerode

Quellen:

  • https://www.deutschlandfunkkultur.de/ursachen-des-lehrermangels-sparen-bis-der-unterricht.976.de.html?dram:article_id=401790https://mobil.stern.de/familie/themen/lehrermangel-4160378.html
  • https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/aktuelle-stunde/video-lehrermangel—mehr-geld-mehr-lehrer-100.html
  • https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/lehrer-gleiches-gehalt-gew-100.amp