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Seit 1970 spielen Frauen Fußball!

1955 noch untersagt und erst am 31.10. offiziell in die Satzung des DFB aufgenommen: Frauenfußball heute noch eine Seltenheit? Sicher assoziieren die meisten Fußball mit einer typischen Sportart für Männer, nahezu jedes Dorf verfügt über eine Herrenmannschaft. Doch wo sind die Frauenmannschaften, denn Risikofreude, Kraft, Ausdauer, gefährliche Angriffe, eine hohe Verletzungsgefahr und Taktik sind auch etwas für Frauen. Nur selten hört man in den Medien von Fußballerinnen und ihrem Können auf dem Rasen. Auch im Nachwuchsbereich ist es schwierig, eine ganze Mannschaft von elf Fußballer-Mädels zusammenzubekommen. Viele Vereine sind auf der Suche nach Fußball affinen Spielerinnen, die Freude am Fußball haben. Selbst die Durchführung von Trainings ohne jegliche Absicht auf den Spielbetrieb stellt eine Schwierigkeit dar. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Schule, mangelnde Infrastruktur, verletzungsbedingter Ausfall oder Unwissenheit über Mädchenmannschaften. Somit beschränkt es sich auf Laufeinheiten, Passübungen und Koordinationstraining. Meistens läuft dies auf ein gemeinsames Training mit den Jungen hinaus, welches durchaus Vorteile bietet, jedoch einen Spielbetrieb beispielsweise in der Kreisliga, nicht immer beinhalten kann. Bis zur Altersstufe der B-Jugend, in der die meisten 15–16 Jahre alt sind, ist es gestattet, dass Mädchen und Jungen gemeinsam spielen. Das gemeinsame Spielen bietet viele Vorteile. Jeder kann sich in der Technik, Schnelligkeit und im Zweikampf verbessern. Trotz allem bleiben die vielen Vorurteile, wie zum Beispiel: „Fußball ist nichts für Mädchen.“ Die meisten Mädchen machen sich nichts aus diesen Vorurteilen und beweisen ihr Können und spielen durchaus mit den Jungen auf Augenhöhe. Fehlen wirklich nur die Frauenmannschaften, oder kann man künftig auch im höheren Alter über gemischte Mannschaften nachdenken, wie es sie in anderen Sportarten längst gibt. Fußball – ist etwas für jeden, der aus Fuß und Ball eine gute Kombination erstellen kann. Gerade im ländlichen Bereich ist die Trainingssituation weiterhin durch fehlende engagierte Leute erschwert, die sich mit vollem Elan der Nachwuchsförderung widmen. Neben Spielerinnen fehlen Trainer und Trainerinnen. Es ist bedauerlich, dass sich viele gemischte Mannschaften im Jugendbereich aus diesen Gründen auflösen müssen und ihre Fertigkeiten nicht weiter schulen können. Gemeinschaft und Potenzial gehen verloren, das Dorfleben schläft weiter ein. Sollten wir nicht gerade in Zeiten der Gleichberechtigung auch an eine Öffnung im Fußball denken? Gemischter Fußball – eine sportliche Innovation?

Von Juliane Rudolph

Klasse: 8c

„Europaschule“ Gymnasium Gommern

Quellenangabe:

50 Jahre Frauenfussball in Deutschland (fifa.com)

Spieler*in :: Training & Service :: DFB – Deutscher Fußball-Bund e.V.