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Snooker ist eine andere Variante des Billards und ist in Großbritannien sehr beliebt. Was es alles beim Snooker zu beachten gibt und welche Regeln existieren, erklärt Nele Constabel in ihrem Artikel.

„Er stellt auf die lange Rote, locht, aber er snookert sich selbst. Jetzt wird er wohl eine Safety spielen müssen.“ So kann eine Fernsehübertragung von einem Snookerspiel klingen. Zu Anfang mag es sehr verwirrend sein, wenn man im Snooker direkt mit einigen Fachbegriffen konfrontiert wird. Nachdem man sich aber hinein gefunden hat, ist es ein sehr interessanter sowie faszinierender Sport.

Das Ziel eines Snookerspiels ist es, durch abwechselndes Lochen von den roten Kugeln und den Farben so viele Punkte wie möglich zu erzielen. Jede rote Kugel ist einen Punkt wert. Sie werden, nachdem sie gelocht wurden, nicht wieder auf den Tisch zurückgelegt. Zu den Farben gehören die gelbe, grüne, braune, blaue, pinke und schwarze Kugel. Sie haben abhängig von der Farbe aufsteigende Punktzahlen, beginnend mit zwei Punkten bis schwarz mit sieben Punkten und werden, nachdem sie gelocht wurden, wieder auf den Tisch zurückgelegt, außer wenn bereits alle roten Kugeln gelocht wurden. Der Spielball ist die weiße Kugel und der einzige Ball der direkt mit dem Queue angespielt werden darf.

Wenn man das oben genannte Beispiel nun von der Fachsprache in die normale Sprache übersetzt heißt es: „Er versucht die entfernte rote Kugel anzuspielen, locht, aber der Spielball liegt nun so, dass er keine direkte Fortsetzung spielen kann. Nun sollte er den Spielball so ablegen, dass sein Gegenspieler keine rote Kugel auf direktem Wege anspielen kann.“ Spielt man eine Safety, snookert man den Gegner, und snookert man sich selbst, hat man eine Safety auf sich selbst gespielt, was weniger vorteilhaft ist.

Im Allgemeinen zählt Snooker zu den höflichsten Sportarten. Dies äußert sich beispielsweise darin, dass sich die Spieler entschuldigen, wenn sie versehentlich eine Kugel zu ihrem Vorteil gelocht haben. Auch gibt es die Pflicht, eine Fliege zu tragen. Von dieser Pflicht kann man nur durch ein ärztliches Attest befreit werden, wie z.B. Stephen Maguire.

Zur derzeitigen Spitze im Snooker gehören der Engländer Judd Trump, der Australier Neil Robertson und der Waliser Mark J. Williams. Obwohl er auf der Weltrangliste derzeit nur sechster ist, zählt Ronnie O‘Sullivan seit Beginn seiner Karriere zu den besten Snookerspielern überhaupt.

Von Nele Constabel
Klasse: 8.2
Werner-von-Siemens-Gymnasium Magdeburg

 

Quellen: